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Mehr Kontrolle für Importware: Zoll reagiert auf Paketflut aus Drittländern

Veröffentlicht: 13.05.2026
imgAktualisierung: 13.05.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
13.05.2026
img 13.05.2026
ca. 2 Min.
Lager mit vielen Paketen
stockasso / Depositphotos.com
Die Zoll-Bilanz 2025 zeigt ein Rekordvolumen bei Warenabfertigungen. Vor allem Importe aus Drittländern sorgen für mehr Kontrollen.


Die Generalzolldirektion hat am 12. Mai 2026 in Leipzig die Jahresbilanz für das Jahr 2025 vorgestellt. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil und GZD-Präsident Dr. Armin Rolfink präsentierten die Ergebnisse am Flughafen Leipzig/Halle – einem der wichtigsten Luftfrachtdrehkreuze Europas und damit einem Knotenpunkt des internationalen E-Commerce-Warenstroms.

E-Commerce treibt Abfertigungsvolumen auf Rekordhoch

Knapp 790 Millionen Warenpositionen mit einem Gesamtwert von rund 1,4 Billionen Euro hat der Zoll im vergangenen Jahr bearbeitet. Der Anstieg gegenüber 2024 ist laut Behörde maßgeblich auf den wachsenden Paketversand aus Drittländern zurückzuführen: Im Bereich Post- und Kuriersendungen – also dem klassischen E-Commerce-Import – wurden rund 192 Millionen Warenpositionen mehr abgefertigt als im Vorjahr.

Der Zoll reagiert auf dieses Wachstum mit einem digitalisierten Abfertigungssystem und einem flexiblen Personaleinsatz, der eine bundesweite Unterstützung zwischen den Zollämtern ermöglichen soll.

Für Online-Händler, die Waren aus Nicht-EU-Ländern beziehen oder importieren, bedeutet das eine zunehmend engmaschigere Kontrolle des eingehenden Warenstroms.

Produktfälschungen und Schmuggel im Fokus

Der Zoll stellte 4,6 Millionen Produktfälschungen mit einem geschätzten Wert von knapp 450 Millionen Euro sicher. Darüber hinaus wurden rund 69 Tonnen Betäubungsmittel, 256 Millionen Zigaretten sowie rund 7.500 illegale Waffen beschlagnahmt.

Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) leitete 2025 bundesweit mehr als 98.200 Strafverfahren und über 52.100 Ordnungswidrigkeitenverfahren ein. Die festgestellte Schadenssumme durch Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung belief sich auf rund 675 Millionen Euro.

157 Milliarden Euro Einnahmen für Bund und EU

Als Einnahmeverwaltung erzielte der Zoll 2025 Gesamteinnahmen von rund 157 Milliarden Euro, darunter etwa 74 Milliarden Euro Einfuhrumsatzsteuer, 65 Milliarden Euro Verbrauchsteuern sowie rund 6 Milliarden Euro Zölle für den EU-Haushalt.

Bundesfinanzminister Klingbeil kündigte angesichts der wachsenden Aufgaben die Aufstockung des Personals um 1.500 zusätzliche Stellen in diesem Jahr an. Zudem sollen neue Befugnisse und technische Instrumente die Arbeit der Behörde schlagkräftiger machen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 13.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 13.05.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Michael
15.05.2026

Antworten

Komisch, an diesen Grenzen gehts mit der Überwachung. Da kann man Personal und High-Tech bereitstellen. Und wer bezahlts am Ende? Jeder, der Waren in Deutschland kaufen muss, weil man den Selbstimport so teuer und bürokratisch wie nur möglich macht.
cf
15.05.2026

Antworten

Da hat sich der Klingbeil tatsächlich mal persönlich herniedergelassen und an den Ort des Geschehens begeben? Kaum zu fassen. Habe einen Beitrag in der Flimmerkiste gesehen - Mein persönlicher Eindruck: Er sah nicht so aus als ob er wirklich verstanden hat, was ihm da an der Paketabfertigung gezeigt wurde.. Würde ihn gerne mal fragen, was genau er da gesehen und verstanden hat.... Aber das werden wir ja sehen, sobald er den nächsten "Verbesserungsvorschlag" von sich gibt...