KMU besonders betroffen: Cyberangriffe auf Lieferketten nehmen deutlich zu

Veröffentlicht: 09.03.2026
imgAktualisierung: 09.03.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
09.03.2026
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Logistik, Lieferkette
Tryaging / Depositphotos.com
Ein Drittel der Unternehmen wurde zuletzt Opfer von Supply-Chain-Angriffen. Besonders mittelgroße Firmen unterschätzen die Risiken.


Online-Handel und Lieferkette stehen zunehmend im Visier von Kriminellen: Supply-Chain-Angriffe nehmen spürbar zu – und das Risiko wird häufig unterschätzt. Einer aktuellen Erhebung von Kaspersky zufolge war rund ein Drittel der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten von Attacken entlang der Lieferkette betroffen.

Ebenso oft missbrauchten Täter Vertrauensbeziehungen zu Partnern und Dienstleistern, um über legitim erscheinende Zugänge in interne Systeme einzudringen. Obwohl Betriebsunterbrechungen, erhebliche Kosten und Reputationsschäden die Folge sind, stuft ein großer Teil der Entscheider diese Bedrohung weiterhin nicht als Top-Risiko ein.

KMU besonders betroffen

Im Fokus stehen digitale Lieferketten und Partnerzugänge: Besonders verwundbar sind mittelgroße Unternehmen mit 1.500 bis 2.500 Mitarbeitenden, die häufig nicht über ausreichende Sicherheitsressourcen verfügen, so Retail-News. Hinzu kommt, dass viele externe Dienstleister mit weitreichenden Systemrechten eingebunden sind – ein idealer Hebel für sogenannte Trusted-Relationship-Angriffe. International betrachtet sind die Quoten in Ländern wie der Türkei, Singapur und Mexiko noch höher, was auf globale Verflechtungen und unterschiedliche Sicherheitsniveaus entlang der Kette hinweist.

Zur Risikoreduktion empfehlen sich strikte Lieferantenprüfungen (Due Diligence) und klar definierte Sicherheitsauflagen in Verträgen. Ergänzend erhöhen kontinuierliches Monitoring und regelmäßige Risikoanalysen die Sicherheit.

Veröffentlicht: 09.03.2026
img Letzte Aktualisierung: 09.03.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
1 Kommentare
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cf
10.03.2026

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Eigentlich finde ich eure Seite super, aber eine Statistik eines russischen IT-Sicherheitsanbieters zu zitieren, wenn ein Großteil der Angriffe auf die Lieferketten aus Russland (und natürlich auch anderen Ländern) stammt, ist schon sehr fragwürdig. Da hätte nur noch die Empfehlung gefehlt, dass wir alle schnell Kasperski installieren sollen um uns abzusichern (oder eben unsere Daten freizugeben - man weiß es nicht)....