Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Doppelt so teuer: Frachtraten explodieren vor dem Weihnachtsgeschäft

Veröffentlicht: 07.07.2026
imgAktualisierung: 07.07.2026
Geschrieben von: Michael Pohlgeers
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.07.2026
img 07.07.2026
ca. 2 Min.
Container im Hafen
chungking / Depositphotos.com
US-Händler beginnen bereits damit, ihre Lager für das Weihnachtsgeschäft zu füllen. Das treibt aktuell die Frachtraten deutlich in die Höhe.


Wer Waren aus Übersee importiert, muss sich auf höhere Kosten einstellen. Die Frachtraten im Container-Seeverkehr haben erstmals wieder den Stand von 2022 erreicht. Das hat die Beratungsfirma Drewry dem Handelsblatt zufolge am Freitag verkündet. Demnach stieg der Drewry World Container Index (WCI), der in der Seefahrt häufig als Referenzgröße genutzt wird, in der vergangenen Woche um neun Prozent. Diese Steigerung betreffe sowohl die Handelsrouten über den Pazifik als auch den Asien-Europa-Verkehr.

Konkret habe der Wert eines 40-Fuß-Doppelcontainers am 2. Juli durchschnittlich 4.530 Dollar betragen – und lag damit doppelt so hoch wie noch Ende April.

Reedereien erheben Hochsaison-Zuschläge früher als erwartet

Auslöser des massiven Preissprungs sei laut Drewry ein „Zusammenspiel von vorgezogenen Warenlieferungen aufgrund drohender Zölle und anhaltenden Störungen im Bereich der Straße von Hormus“. Vor allem US-amerikanische Händler:innen hatten in diesem Jahr ungewöhnlich früh begonnen, sich mit Waren für den Black Friday im November und das folgende Weihnachtsgeschäft einzudecken.

Rodolphe Saadé, Reedereichef von CMA CGM, habe dem Handelsblatt gegenüber bestätigt, dass die Hochsaison für die Beladung der Schiffe „früher als gewöhnlich“ begonnen habe. In der Folge haben die Reedereien nun früher als gewöhnlich begonnen, Hochsaison-Zuschläge in Höhe von mehreren Tausend Dollar pro 40-Fuß-Container zu berechnen.

Trumps Zölle und der Iran-Krieg treiben die Preise

Letztendlich ist also US-Präsident Donald Trump mit seiner wechselhaften und unvorhersehbaren Zollpolitik sowie seines Angriffs auf den Iran, der zur Schließung der Straße von Hormus führte, für die höheren Frachtkosten verantwortlich. Zwar laufen Trumps Zölle am 24. Juli aus, die meisten Importeure rechnen dem Handelsblatt zufolge aber mit weiteren, sogar noch höheren, Zöllen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 07.07.2026
img Letzte Aktualisierung: 07.07.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Michael Pohlgeers

Michael Pohlgeers

Micha beobachtet politische Entwicklungen und Marktplatz-Dynamiken. Seine Themen: Teamführung, Plattformen und alles, was den Handel bewegt.

KOMMENTARE
0 Kommentare
Kommentar schreiben