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DHL-Packstation ohne Anmeldung: Neue Lieferoption verändert Händler-Risiko

Veröffentlicht: 22.06.2026
imgAktualisierung: 22.06.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
22.06.2026
img 22.06.2026
ca. 2 Min.
DHL-Packstation
Kintop / Depositphotos.com
DHL will die registrierungsfreie Packstation-Zustellung ab 2027 flächendeckend einführen – zunächst nur für Online-Shops.


DHL plant, die Nutzung von Packstationen deutlich zu vereinfachen. Ab 2027 soll eine Lieferoption flächendeckend eingeführt werden, bei der Empfänger:innen ihre Pakete auch ohne vorherige Registrierung an der Packstation abholen können. Vorausgegangen war ein einjähriger Pilotversuch in Kooperation mit ausgewählten Online-Shops.

Bisheriger Aufwand entfällt

Bislang ist die Nutzung einer Packstation mit mehreren Schritten verbunden: Neben einer Basisregistrierung bei DHL benötigen Kund:innen eine zusätzliche Verifikation, um die Packstation-Funktion freizuschalten – eine Maßnahme, die betrügerische Fake-Identitäten verhindern soll. Hinzu kommt, dass die spezielle Adressierung von Packstation-Sendungen der Kundschaft gern auch mal Schwierigkeiten bereitet, etwa bei der richtigen Adressierung.

Mit dem neuen Verfahren entfallen diese Hürden weitgehend, so Paketda. Man wählt direkt im Bestellprozess des Online-Shops die gewünschte Packstation aus und erhält eine Benachrichtigung per E-Mail, sobald die Sendung abholbereit ist – ohne vorherige DHL-Registrierung.

Betrugsrisiko verschiebt sich zum Händler

Die Vereinfachung hat aber eine Kehrseite: Da die Identitätsprüfung durch DHL entfällt, trägt künftig der jeweilige Online-Shop das Risiko, einzuschätzen, ob ein Kunde für diese Lieferoption geeignet ist. Denkbar ist etwa, dass Händler:innen die registrierungsfreie Zustellung nur Bestandskunden anbieten oder bei hochpreisigen Artikeln ausschließen.

Größere Probleme während der einjährigen Pilotphase scheint es nach derzeitigem Stand nicht gegeben zu haben – andernfalls wäre eine flächendeckende Einführung durch DHL unwahrscheinlich. Das neue Verfahren bleibt nach bisherigem Kenntnisstand voraussichtlich gewerblichen Versendern vorbehalten. Für private Sendungen an eine Packstation dürfte demnach auch 2027 weiterhin eine Empfänger-Registrierung notwendig sein, da das Betrugsrisiko bei Privatsendungen sonst als zu hoch eingeschätzt wird.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 22.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 22.06.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Fifi
23.06.2026

Antworten

Das können Sie am besten, Transportrisiko auf Händler umwälzen, als ob nicht schon genug Pakete geöffnet und/oder leer beim Kunden ankommen. Wir haben Versand bei DHL deswegen komplett einstellen müssen, weil einfach zu viele Sendungen es nicht mal bis ins erste Verteilzentrum geschafft haben. Scannen wollten sie bei Übergabe die Pakete nicht und Beschwerden wurden einfach ignoriert. Vetrieb hat nur dann angerufen, als sie uns weitere Verträge unterschieben wollten.
Sjaak
23.06.2026

Antworten

Ehrlich gesagt hoffe ich, dass DHL sich so schnell wie möglich abschafft – oder zumindest echte Konkurrenz bekommt. Es kann nicht sein, dass ein ehemals staatliches Unternehmen quasi ein Monopol besitzt, die Preise jährlich um sechs Prozent erhöht und dabei noch schlechtere Leistungen liefert. 80 bis 85 Prozent unserer Kundenanfragen drehen sich darum, wo das Paket geblieben ist – trotz vorhandener Sendungsnummer – oder dass Pakete einfach irgendwo abgegeben werden, ohne dass jemand weiß, bei wem. DHL übernimmt keinerlei Verantwortung mehr und schiebt das gesamte Risiko auf den Händler ab. Ich wünsche mir, dass Amazon die Paketzustellung genauso aggressiv ausbaut wie aktuell den Palettenversand, um endlich für echten Wettbewerb zu sorgen.