Support & Hilfe
Newsletter Bei uns werben

Deutsche Post warnt vor Drittanbietern beim Nachsendeauftrag

Veröffentlicht: 21.05.2026
imgAktualisierung: 21.05.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.05.2026
img 21.05.2026
ca. 2 Min.
Post in den Briefkasten
PantherMediaSeller / Depositphotos.com
Jährlich landen rund 350.000 Nachsendeaufträge bei überteuerten Drittanbietern – die Post geht jetzt erstmals öffentlich dagegen vor.


Wer umzieht oder längere Zeit abwesend ist und seinen Nachsendeauftrag über eine Suchmaschine bucht, landet schnell auf den Seiten von Drittanbietern statt direkt bei der Deutschen Post. Viele dieser Anbieter erwecken dabei den Eindruck, offiziell zur Deutschen Post zu gehören – und verlangen deutlich mehr als nötig.

Preisunterschied von rund 100 Euro

Ein Nachsendeauftrag mit sechs Monaten Laufzeit kostet bei der Deutschen Post bei Online-Buchung rund 32 Euro. Viele Drittanbieter verlangen dafür rund 130 Euro. Den Aufpreis streichen sie ein, ohne selbst die eigentliche Leistung zu erbringen: Die Drittanbieter leiten den Auftrag lediglich an die Post weiter, die die eigentliche Arbeit der Nachsendung erledigt.

Die Deutsche Post veröffentlicht nun erstmals eine konkrete Zahl zu den jährlichen Drittanbieter-Aufträgen und geht damit an die Öffentlichkeit – auch um zu verhindern, dass das eigene Image leidet. Nach aktuellen Schätzungen werden jährlich rund 350.000 Nachsendeaufträge über solche Drittanbieter abgewickelt. Denn Beschwerden über hohe Nachsendepreise landen regelmäßig bei der Post, obwohl diese keinen finanziellen Vorteil daraus zieht, ob Verbraucher direkt oder über einen Drittanbieter buchen.

Verbraucherschützer sprechen von „Fake-Dienstleistungen“

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) bezeichnet solche Angebote als „Fake-Dienstleistungen“ und gibt an, rechtlich dagegen vorzugehen. Betroffene Firmen erweckten demnach einen irreführenden Eindruck oder verschwiegen wesentliche Informationen. Erschwerend kommt hinzu, dass solche Angebote in Suchmaschinen häufig weit oben erscheinen.

Irreführend ist zudem, dass manche Drittanbieter damit werben, Verbraucher würden sich durch ihren Service den Gang zur Postfiliale sparen – dabei verschweigen sie, dass der Auftrag auch direkt online gestellt werden kann.

Tipp: Direkt buchen, Impressum prüfen

Die Deutsche Post empfiehlt, vor Vertragsabschluss Anbieter, Preise und Impressum sorgfältig zu prüfen. Einige Drittanbieter operieren aus dem Ausland, was es deutschen Verbrauchern zusätzlich erschwert, Ansprüche im Streitfall durchzusetzen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 21.05.2026
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
Kommentar schreiben

KI
22.05.2026

Antworten

Meinung: weshalb empört sich die Post / DHL plötzlich? Erst einmal vor der eigenen Haustür kehren! Seit Jahren sind diese "beiden" Unternehmen die größten Preistreiber und Abzocker ganz knapp hinter den Mineralöl Konzernen in Deutschland!
Jay
22.05.2026

Antworten

Lieber nen teuren Nachsendeauftrag durch nen Drittanbieter, wo dann alles läuft und auch der Kundenservice passt, anstatt diesen Haufen der Post direkt zu buchen. Hab zwei Postsack Aufträge laufen, mehr als 10 Tage Antwortzeit sind keine Seltenheit. Funktionieren tut es auch nicht wirklich. Bitte Amazon - liefere unsere Post aus!