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Codierung auf DHL-Paket unlesbar wegen Regen – Wer zahlt?

Veröffentlicht: 23.09.2025
imgAktualisierung: 23.09.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
23.09.2025
img 23.09.2025
ca. 2 Min.
Person klebt Label auf Paket
HayDmitriy / Depositphotos.com
Bei einem fehlerhaften oder fehlenden Leitcode müssen DHL-Kunden ein Entgelt zahlen. Was aber, wenn sie keine Schuld trifft?


Um Pakete korrekt zustellen zu können, müssen diese einen gut lesbaren Leitcode aufweisen. Ist dieser fehlerhaft oder nicht vorhanden, verlangt die DHL ein Codierentgelt in Höhe von 0,49 Euro. Damit lässt sich der Logistiker den zusätzlichen Aufwand vergüten, der durch die manuelle Neuerstellung und Anbringung des Leitcodes im Paketzentrum entsteht.

Was aber passiert, wenn der Kunde das Versandlabel korrekt und mit fehlerfreiem Leitcode angebracht hat und dieser dann durch äußere Umstände – wie Regen, Verunreinigungen oder Beschädigungen – unleserlich ist? Muss der Kunde das Codierentgelt bezahlen? Die DHL sagt dazu folgendes:

„Das Entgelt wird abgerechnet, wenn beim ersten Scan im Paketzentrum kein Leitcode gelesen werden kann. Gründe können sein: eine schlechte Druckqualität, das Label ist über Eck geklebt etc. Sollte hingegen im Verlauf der Produktion etwas an dem Label beschädigt werden (d.h. der erste Scan war erfolgreich, ein späterer nicht mehr), rechnen wir das Entgelt nicht ab.“

Ist der Code also durch Regen unleserlich geworden, nachdem er erstmals im Paketzentrum gescannt wurde, ist das Entgelt nicht zu zahlen. Bringt der Kunde das Paket mit unleserlichem Code zur Post, hingegen schon.

Codierentgelt bald auch für das DHL Kleinpaket

Seit dem 1. Juli ist das Codierentgelt auch beim DHL Kleinpaket fällig. Auch hier beträgt die Gebühr 0,49 Euro. Eine DHL-Sprecherin betonte gegenüber OHN allerdings, dass die Abrechnung des neuen Zuschlags „erst zu einem deutlich späteren Zeitpunkt“ erfolgen wird. Wann genau, dazu gab es keine konkreten Informationen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 23.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 23.09.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
6 Kommentare
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Peter
25.09.2025

Antworten

Wir reklamieren grundsätzlich jedes Codierentgelt, weil bei uns sehr streng darauf geachtet wird, dass die Label ordenlich auf die Pakete geklebt werden. Fehler bei Adressangaben korrigieren wir händisch im DHL-Portal. Die von DHL ausgelieferten Thermorollen sind mittlerweile fast so dünn, wie Pergamentpapier. Da muss man sich nicht wundern, das das Klebeband drunter zu sehen ist. Die uns nach der Reklamation zugeschickten "Beweisbilder" konnten bisher trotz der schlechten Bildauflösung mit einer Barcode-reader-App auf dem Smartphone regelmäßig gelesen werden. Seit ein paar Wochen haben wir allerdings Probleme mit unseren berechtigten Reklamationen. Es erfolgt keine Erstattung mehr. Wir überlegen, den Bankeinzug zu stornieren und die Rechnung nach Abzug der Entgelte online zu überweisen. Natürlich ist das Entgelt eine tolle Nebeneinnahme. Aber wir haben kein Verständnis dafür.
dirk
24.09.2025

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Ein viel größeres Problem in diesem Zusammenhang ist, dass regelmäßig eindeutig existierende Straßen im DHL-Portal (noch) nicht vorhanden sind, z.B. in Neubaugebieten, - oder dass Ortsteile als nicht zu einer Postleitzahl zugehörig markiert werden - und somit schlicht als falsch gekennzeichnet werden. Ebenso bei Packstationen, die nicht korrekt im System sind, obwohl einwandfrei vorhanden. Dann kommt auch glatt die Warnmeldung, dass die Kombination aus Straße und PLZ fehlerhaft ist, man das Etikett aber trotzdem erzeugen könne. In solchen Fällen - wo immer die Schuld auf Seiten von DHL liegt, weil die zugrunde liegende offensichtlich Datenbank nicht aktuell ist, wird automatisch ein Leitcodierentgelt berechnet. Stattdessen sollte DHL eigentlich eine Entschädigung zahlen, dass man sie so auf einen Fehler aufmerksam macht, aber ok, das wäre sicherlich sogar im KI-Zeitalter zuviel verlangt...
Tobias
24.09.2025

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@Michael - Das geht aber auch nur bei einem Bauchladen. Bei größeren Mengen lohnt das nicht, da gibt es halt eine automatische Adressbereinigung und einen Prozentsatz, den man akzeptiert. Weil Fehlerfrei sind weder wir noch DHL - und ein Label ist schnell mal mit einem Knick im Bardcode aufgeklebt...
Michael
24.09.2025
Du hast es nicht verstanden! Und Label haben wir noch nie mit einem Knick rausgeschickt! Warum sollte man das machen?? Wenn das passiert beim aufkleben, wird es abgemacht und ein neues Ausgedruckt, solltest du auch so machen! Spart Geld ;)
Michael
24.09.2025

Antworten

Das ist ein schöner lukrativer Zusatzverdienst für DHL. Hier ein paar ominöse Ausreden von DHL weshalb uns schon ein Codierentgelt berechnet wurde: das Klebeband blendet, der Scan kann dann von der Maschine nicht gelesen werden / Versandlabel falsch herum aufgebracht / Druck zu schwach - Nachweislich nicht! / Strichcodelinien nicht gerade - Nachweislich nicht!, / irgend etwas schimmert unter dem Versandlabel durch und stört den Scan.....Wir fordern für jedes berechnete Codierentgelt eine Stellungnahme an warum uns der berechnet wurde mit einer kurzen Mail an die Abrechnungsstelle. Wir bekommen dann Bilder vom Scan und eine Stellungnahme zugeschickt , ich denke durch diesen Aufwand haben die dann nichts mehr dran verdient, sondern Minus gemacht :) Kann nur jedem empfehlen das auch so zu machen! Das beste ist aber auch noch der Versand an neue Packstationen die mit fehlern abespeichert werden müssen weil das DHL System die noch nicht kennt, reklamieren wir jedesmal hartnäkig!
Eric
30.09.2025
Was du hartnäckig (!) nennst kostet dich definitiv auch mehr Arbeitszeit als 0,49 Euro bezahlen können oder nicht? Falls du ein Kleinunternehmer bist und deine eigene Lebenszeit vermeintlich nicht abrechnest, so wie du Angestellten einen Stundenlohn zahlen müsstest, ändert daran nichts. Solche Schwierigkeitsgrad bringt man dann eher gegenüber dem Ansprechpartner zur Sprache wenn es um die Konditionen geht, um diese herunter zu handeln.