Dieser Artikel ist Teil unserer Logistik-Themenreihe. In verschiedenen Beiträgen stellen wir zentrale Schwerpunkte wie Hürden innerhalb der Lieferketten, moderne Arbeitszeitmodelle in der Branche, Potenziale künstlicher Intelligenz, rechtliche Absicherung beim Versand oder die Optimierungen von Verpackungen in den Fokus.
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Spätestens die Coronakrise hat gezeigt, dass Verbraucher ohne eine funktionierende Logistik und reibungslose Lieferketten ziemlich schnell und buchstäblich mit leeren Händen dastehen. Nach der Pandemie folgten noch zahlreiche Störungen der Lieferketten, die vor allem durch verschiedene Krisen, Umweltfaktoren und politische Entscheidungen ausgelöst wurden. Der Fachkräftemangel gepaart mit Inflation und steigenden Preisen hat sein Übriges dazu beigetragen, die Logistikbranche in den vergangenen Jahren immer wieder vor große Herausforderungen zu stellen. „Die Qualität der Lieferanten und deren Liefertreue, Agilität und Robustheit gewinnen an Bedeutung, was die Notwendigkeit von Messbarkeit von Partner-Performance unterstreicht“, erklärt Frederic Krahforst, Gründer von TradeLink, einem Start-up, das sich auf Lieferabstimmung rund um die Lagerlogistik konzentriert. „In diesem Kontext ist die Rolle der Logistiker gewachsen: Sie sind nicht mehr nur Erfüllungsgehilfen des Einkaufs, sondern sitzen am Verhandlungstisch, um effiziente Lieferketten zu gestalten. Partnerschaftliches Handeln, sowohl intern als auch extern, wird immer wichtiger.“
Wie schnell die Lieferketten gestört werden können, hat auch der Vorfall im Suez-Kanal gezeigt. Ein einziges Containerschiff hat den weltweiten Handel tagelang fast zum Erliegen gebracht und die Supply-Chain nachhaltig gestört. Dieser Vorfall, gepaart mit den Handelskonflikten verschiedener Länder, hat die Unternehmen ebenfalls dazu veranlasst, ihre Strategien zu überdenken und anzupassen. „Unternehmen fokussieren sich nun verstärkt auf Resourcing und Relocation, um Liefertreue und -qualität zu sichern, statt lediglich Kosten zu minimieren. Daten gewinnen dabei eine enorme Bedeutung. Entlang der Lieferkette und über alle Partner hinweg etablieren Unternehmen Daten-Ökosysteme mit Hilfe von Softwarelösungen, um mit Unsicherheiten effizienter umzugehen und resiliente Lieferketten aufzubauen“, erläutert Frederic Krahforst zu den Änderungen der letzten Jahre.
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