Betriebsrat-Anwalt: Vorschlag ist „asozial“
Der Rechtsanwalt Martin Bechert, der die Mitglieder des Betriebsrats vertritt, bezeichnete die Idee als „asozial“. Das Vorgehen sei zudem symptomatisch für den Zustand des Lieferdienstes. „Wer seinen Fahrern keine höheren Gehälter bieten kann, führt eben eine Zweiklassengesellschaft ein“, so Bechert. Dadurch würden dem Unternehmen auch keine weiteren Kosten entstehen, kritisiert er.
Gorillas erklärte indes, dass es sich bei dem Vorschlag lediglich um einen Entwurf und noch keinen finalen Beschluss handele.
Der Lebensmittellieferdienst war in der Vergangenheit häufig wegen der Arbeitsbedingungen seiner Angestellten in der Kritik: Erst kürzlich wurde bekannt, dass rund 300 Jobs in der Unternehmenszentrale gestrichen wurden. Wegen Streiks von Beschäftigten im vergangenen Herbst, bei denen u. a. höhere Löhne gefordert wurden, hatte die Firma teils fristlose Kündigungen ausgesprochen. Einem im März dieses Jahres veröffentlichten Ranking von Fairwork zufolge, in dem die Fairness von Arbeitsbedingungen von Lieferdiensten und Plattformen ausgewertet wurden, rangiert Gorillas im unteren Drittel.
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