Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auch im diesjährigen Weihnachtsgeschäft spürbar: Fabriken standen coronabedingt still, Rohstoffe und Vorprodukte waren nicht so schnell verfügbar oder teurer, sodass die Produktion teils bei Aufträgen nicht hinterherkam. Schiffsstaus – erst durch die Havarie im Suezkanal im März, dann aufgrund von Corona-Ausbrüchen in chinesischen Häfen, jetzt in den USA – und Häfen an der Belastungsgrenze führen dazu, dass Frachtkapazitäten länger gebunden und Container knapper sind, und auch der Mangel an Lkw-Fahrern macht sich nun bemerkbar. Unterm Strich dauern Warenlieferungen deshalb länger. Gleichzeitig steigt die Nachfrage, da Endverbraucherinnen und -verbrauchern wegen fehlender Ausgaben für Urlaub oder Kino teils mehr Geld zur Verfügung steht – und natürlich besonders zum Weihnachtsfest und damit einhergehenden Rabattaktionen wie dem Black Friday ausgegeben werden will.
„Die Beschaffungsprobleme aus der Industrie sind nun auch hier angekommen“, erklärt Klaus Wohlrabe, Leiter für Umfragen am Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V. (ifo) Mitte Oktober zu den erwartbaren Lieferproblemen im Einzelhandel. „Manches Weihnachtsgeschenk wird vielleicht nicht lieferbar sein oder teuer werden.“
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