Am 24. Juli 2016 trat die Rücknahmepflicht für Elektroschrott in Kraft. Händler sind seitdem verpflichtet, Elektroschrott wie Altgeräte zurückzunehmen, damit diese umweltfreundlich wiederverwendet oder recycelt werden können. Die Sammelbilanz des Handels sei jedoch „katastrophal“, wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) erklärt. Der Handel sei hauptverantwortlich dafür, dass in Deutschland 2019 nur eine Sammelquote von 44 Prozent erreicht wurden (947.000 Tonnen) - nach dem Elektrogesetz sind 65 Prozent vorgeschrieben.
2020 hätten Händler etwa 200.000 Tonnen Altgeräte gesammelt – verkauft wurden aber mehr als 2,8 Millionen Tonnen. „Seit fünf Jahren muss der Handel Elektroschrott sammeln und noch immer machen es insbesondere viele Online-Händler den Verbraucherinnen und Verbrauchern schwer, alte Elektrogeräte zurückzugeben“, kritisiert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. Schadstoffe wie Schwermetalle, Flammschutzmittel und Weichmacher erforderten eine sachgerechte Behandlung von Elektroschrott.
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