Einzelhändler, die auch online lieferten, hatten in den letzten Jahren eher Probleme mit der Liefergeschwindigkeit der reinen Online-Händler mitzuhalten. Das jedoch hat sich in diesem Jahr erstmals verändert, Omnichannel-Händler lieferten sogar etwas schneller als die puren Online-Händler. Zu diesem Schluss kommt die aktuelle Omnichannel-Fulfillment-Studie von Kurt Salmon / Accenture Strategy, für die Anfang Dezember in Deutschland bei über 70 Händlern aus den Bereichen Fashion, Hartwaren und LEH (Bereich Nonfood) Online-Bestellungen für Home Delivery sowie Click & Collect aufgegeben und retourniert wurden. Die Erhebung wird seit fünf Jahren regelmäßig durchgeführt.
Die Haustür-Zustellung dauerte demnach bei Händlern, die ausschließlich im E-Commerce unterwegs sind, mit fünf Tagen etwa 20 Prozent länger als bei den Omnichannel-Händlern. Knapp zwei Drittel der Fashion-Händler, die stationär und online verkaufen, konnten zudem innerhalb von vierTagen liefern – bei den reinen Online-Anbietern schafften dies im selben Zeitfenster nur 45 Prozent. Diese Veränderung sei „insofern überraschend, als dass den Online-Händlern bisher die höhere Fulfillment-Kompetenz zugesprochen wurde. Aber die stationären Händler haben aufgeholt, auch wenn sich bei genauerer Betrachtung noch erhebliche Unterschiede zeigen“, führt Sven Kromer, Managing Partner von Kurt Salmon, zu den Ergebnissen gegenüber OnlinehändlerNews aus. „Die führenden Omnichannel-Händler haben stark in ihre Kompetenzen investiert und ihre Logistikkapazitäten an Personal und Fläche flexibel in Richtung E-Commerce verschoben“, erklärt er sich die Entwicklung.
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