Die Krux der richtigen Verpackung
„Die perfekte Verpackung ist ausreichend stabil, einfach aufzurichten, umhüllt das Produkt wie ein Maßanzug, ist vom Kunden einfach zu öffnen, präsentiert das Produkt optimal und ist aus nachhaltigen Materialien“, beschreibt Verpackungsexperte Michael Bodemer die Eigenschaften einer tadellosen Versandbox. All diese Eigenschaften abzudecken ist natürlich nicht einfach, vor allem vor dem Hintergrund, dass viele Online-Händler noch immer das Thema Verpackungen unterschätzen. Verkäufer müssen sich vorher immer im Klaren darüber sein, welche Anforderungen das zu verkaufende Produkt an die jeweilige Verpackung stellt. „Beispielsweise wie empfindlich die Produkte sind, für welche Produktgewichte die Verpackung ausgelegt sein muss, welche Herausforderungen es hinsichtlich der Versandwege gibt und wie die Kundenerwartungen aussehen“, erläutert Michael Bodemer weiter.
Generell sollten die Themen Verpackungen und Kundenerwartungen stets Hand in Hand gehen, das heißt, Händler sollten sich rechtzeitig überlegen: Wer ist eigentlich mein Kunde, welche Anforderungen sind zu erfüllen und mit welchen Mitteln kann ich meine Kunden vielleicht zusätzlich begeistern? Mit Blick auf die Verbrauchermeinungen hat in den letzten Jahren vor allem das Thema Nachhaltigkeit einen deutlichen Aufschwung erlebt. Legten Kunden noch vor einiger Zeit besonders großen Wert auf eine möglichst schnelle Zustellung, nehmen viele Konsumenten heutzutage auch gerne mal einen oder zwei Tage mehr für die Zustellung in Kauf, wenn es sich positiv auf die Umwelt auswirkt. Deshalb sollten Verkäufer auch auf nachhaltiges Verpacken achten.
Das beinhaltet neben der Auswahl des zu verwendeten Verpackungsmaterials auch den effizienten Einsatz des Materials und natürlich die Verpackungsgröße. „Ein sogenannter schlechter Volumennutzungsgrad, also zu viel Luft in der Verpackung, ist doppelt negativ für die Nachhaltigkeit. Es ist Materialverschwendung für die zu große Verpackung und Verschwendung durch die Verwendung von zusätzlichem Material, um die Luft auszufüllen“, erläutert Michael Bodemer.
Wie sehr sich Kunden an unverhältnismäßig großen Kartons mit winzigem Inhalt, dafür aber mit umso mehr Verpackungsmaterial stören, zeigen unzählige Bilder und Kommentare auf Social Media. Kunden, die einmal derart negative Erfahrungen gemacht haben und sich nicht mit dem wenig umweltbewussten Arbeiten eines Händlers anfreunden können, werden dort wohl nicht noch einmal etwas bestellen.
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