Retouren-Bedingungen sind wichtiger Teil der Kaufentscheidung
Viele Händler bieten kostenlose Rücksendungen an. Wäre es ratsam in Hinblick auf die Zusatzkosten, die Retouren verursachen, stattdessen Gebühren für diese zu erheben? Könnte dies vielleicht auch ein Umdenken bei den Kunden bewirken?
Im Grunde tragen die Kunden die Kosten bereits heute. Zusätzliche Gebühren – sofern nicht einheitlich von allen Marktteilnehmern eingeführt – werden die Kunden eher zum Kauf bei Wettbewerbern verleiten. Gerade die Möglichkeit, die Ware vorab in Augenschein zu nehmen und sich von den Eigenschaften zu überzeugen, bewegt einen Kunden zum Kauf. Die Retouren-Bedingungen sind damit ein wesentlicher Teil der Kaufentscheidung. Je mehr Hürden eingebaut werden, desto kleiner der Warenkorb. Ein Umdenken kann bewirkt werden, indem Maßnahmen punktuell und dosiert durchgeführt werden. Dazu muss man aber erst seine Kunden verstehen und über die volle Kontrolle über und Einblicke in den gesamten Retourenprozess verfügen.
Was empfehlen Sie vor allem kleinen und mittelständischen Händlern, um kostengünstig Retouren zu managen?
Überblick und Transparenz über den gesamten Retourenprozess bilden die Grundlage. Damit wird es möglich, das eigene Angebot aus einem anderen/zusätzlichen Blickwinkel zu betrachten und Einblick in das Verhalten der Kunden zu bekommen.
Als nächstes betrachtet man die Kostenseite und kann mit der nun vorhanden Datenbasis ableiten, an welchen Stellen Optimierungen vorgenommen werden können. Die Spanne reicht hier von der Logistik über den Kundenservice bis hin zum Marketing.
Der Einsatz einer integrierten Plattform, die alle Prozessschritte mit Daten unterstützt, hilft jedem Händler dabei, ein klares Bild über das eigene Retourenmanagement zu bekommen. Eine standardisierte Lösung ist kostengünstig und schnell implementiert. Die modernen Prozesse schaffen nicht nur Transparenz in Bezug auf das Angebot einer direkten Kommunikation, sondern bieten auch die Möglichkeit, Bewertungen zum gesamten Bestellprozess einzuholen oder Informationen zur Ware, der Nachverfolgung von Gutschriftprozessen zu übermitteln. Sie schaffen so einen erheblichen Mehrwert für Kunden und Händler. Hierdurch werden Vertrauen und Loyalität aufgebaut und langfristige Kundenbeziehungen gebildet.
Auch Ansätze, Retouren mit Softwareunterstützung abzuwickeln, können nicht ohne zusätzliche Ressourcen bewältigt werden. Mit welchem Zeit-, Kosten-, Wartungs- und Schulungsaufwand müssen Händler rechnen, wenn sie auf eine solche digitale Variante umstellen?
Die Umstellung auf eine digitale Variante ist schneller durchgeführt, als dies im industriellen Umfeld meist bekannt ist. Es liegt einzig an der Machart der Portallösung, die eine schnelle Integration in laufende etablierte Umgebungen schafft. Durch Standard-Integrationen zu Warenwirtschafts- und Shopsystemen, Marktplätzen und Logistikdienstleistern ist die Anbindung und damit auch der Datenaustausch innerhalb von wenigen Stunden möglich. Standardmäßig liefert Trusted Returns beispielsweise alle nötigen Userinterfaces mit. Der Händler kann Anpassungen wie z. B. das Einbinden des Logos direkt auf der Plattform vornehmen. So ist auch die Bereitstellung eines Self-Service Portals für den Käufer durch einen Link möglich, den man in seinen Onlineshop einbindet. Auch der Schulungs- und Wartungsaufwand ist mit unser Retourenmanagement-Plattform für Händler gering.
Vielen Dank für das Gespräch!
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