Durch die Coronakrise stiegen die Umsätze im Online-Handel deutlich an: Im gesamten zweiten Quartal konnte ein Wachstum von 32 Prozent verzeichnet werden, wie jüngste Erhebungen des Statistischen Bundesamtes belegen. Vor allem im April, während der Schließung zahlreicher stationärer Geschäfte und strenger Kontaktbeschränkungen, stieg deshalb auch das Sendungsvolumen stark an. Viele Händler stellte das vor logistische Herausforderungen, die sich nicht immer leicht meistern ließen. Rund zwei Dritteln der Online-Händler berichten im aktuellen Krisenzeitraum von Beeinträchtigungen in den logistischen Abläufen, zeigen die Ergebnisse der aktuellen Logistik-Studie des Händlerbunds.
So traten bei gut jedem zweiten Händler (57 Prozent) Versandprobleme auf, 42 Prozent der Teilnehmer hatten Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Waren. Die Einschränkungen beim Warentransport sind insbesondere auf Corona-Maßnahmen, Grenzschließungen sowie verlangsamte Prozesse in der Produktion zurückzuführen. Monatelang konnte Warenpost beispielsweise nicht in die USA und weitere Drittländer versandt werden, dies schränkte etwa ein Drittel (32 Prozent) der Händler ein. Der Wegfall dieser günstigen Versandoption bedeutete auch komplette Lieferstopps: „Wir bekommen oft Anfragen von Kunden aus Australien und USA, die gerne Holzspielzeug bei uns kaufen würden. Durch den Wegfall des Warenversands und einzig die Möglichkeit, via Premium zu versenden, können wir diese Länder seit April nicht mehr beliefern. Dadurch wird unser Umsatz stark geschmälert“, berichtete ein Händler.

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