Obwohl der Einzelhandel wieder geöffnet hat, bestellen die Deutschen nach wie vor vermehrt online. Darauf deuten zumindest die Sendungsmengen hin, die die Paketdienste verzeichnen – diese liegen einem DHL-Sprecher zufolge nämlich weiterhin „deutlich über dem Vor-Corona-Durchschnitt“, wie Golem.de berichtet.
Zwar erreiche die DHL keine Spitzenwerte mehr wie zu Ostern, aber der Zuwachs liege im Vergleich zum Vorjahr im zweistelligen Prozentbereich. Rund um Ostern habe der Bonner Konzern zeitweise neun Millionen Pakete täglich zugestellt. Durch das weiterhin hohe Sendungsaufkommen käme es bei manchen Paketen noch immer zu längeren Zustellzeiten.
Auch DPD spreche davon, „weit entfernt vom Vor-Pandemie-Niveau“ zu sein und Hermes beobachte Paketmengen, die sich „seit rund zwei Monaten konstant auf Vorweihnachtsniveau“ befinden. Hermes verzeichnet nach eigenen Angaben weiterhin 40 Prozent mehr Sendungen als üblich.
Der Einzelhandel hat einen deutlichen Umsatzrückgang erlebt: Preisbereinigt sank der Umsatz im April um 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Handelsblatt berichtet. Dabei traf diese Entwicklung den Handel nicht gleichermaßen: Während Supermärkte stark profitierten, brach der Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln erheblich ein: Um 14,5 Prozent sanken die Umsätze hier. Besonders die Modebranche war betroffen und musste einen Umsatzrückgang von 70 Prozent hinnehmen.
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