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Bundesregierung will in Coronakrise Lieferketten aufrechterhalten

Veröffentlicht: 17.04.2020
imgAktualisierung: 17.04.2020
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
17.04.2020
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ca. 2 Min.
Lieferant mit Waren
© blurAZ / Shutterstock.com
Mit einem Schutzschirm will die Bundesregierung verhindern, dass Lieferketten im Handel in der Coronakrise abreißen.


Kreditversicherungen dienen dazu, Lieferanten von Waren Zahlungen zu gewähren, für den Fall, dass der jeweilige Abnehmer diese nicht zahlen kann oder will. Die Versicherer fürchten in der aktuellen Krisensituation hohe Zahlungsausfälle – etwa, weil Händler beispielsweise infolge angeordneter Geschäftsschließungen oder weiterer Liquiditätsengpässe derzeit leichter in eine Insolvenz geraten könnten.

Staat übernimmt Ausfallrisiken von bis zu 30 Milliarden Euro

Diese Ausfallrisiken sichere nun für das Jahr 2020 der Staat ab: So übernimmt der Bund eine Garantie für die Entschädigungszahlungen der Versicherer in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro, teilen Bundeswirtschafts- und Bundesfinanzministerium mit. Dadurch solle vor allem auch der Warenverkehr abgesichert werden: „Für viele Unternehmen ist diese Krise bedrohlich, weil sie keine Aufträge mehr erhalten. Und wenn noch Aufträge da sind, ist ungewiss, ob der Kunde am Ende zahlen kann. Deshalb sorgen wir mit einem Schutzschirm in Höhe von 30 Milliarden Euro dafür, dass Kreditversicherer weiter für etwaige Zahlungsausfälle einstehen und tragen dazu bei, die Lieferketten in Deutschland und weltweit aufrechtzuerhalten“, erläutert Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). 

„Mit dem Schutzschirm sichern wir den Warenverkehr ab und sorgen so für einen reibungslosen Warenstrom, den wir gerade jetzt dringend brauchen“, ergänzt hierzu Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Die durch den Schutzschirm entstehende Hebelwirkung würde ein Geschäftsvolumen in Höhe von ca. 400 Milliarden Euro absichern. 

Versicherer überlassen dem Bund 65 Prozent der Prämieneinnahmen 

Die Kreditversicherer überlassen laut den Ministerien im Zuge dessen dem Bund 65 Prozent der Einnahmen aus den Versicherungsprämien im Jahr 2020, Verluste bis zu einer Höhe von 500 Millionen Euro tragen sie hierbei selbst. Zudem würden sie auch jene Ausfallrisiken übernehmen, die über diese Garantie des Bundes hinausgehen.  

„Kreditversicherer können mit Hilfe des Schutzschirms bestehende Deckungszusagen weiter aufrechterhalten und auch neue übernehmen - trotz erheblich gestiegener Ausfallrisiken. Wir handeln hier vorausschauend, denn im Moment können viele Kunden die Schwierigkeiten sehr oft noch ohne unsere Hilfe lösen“, führt der Bundesfinanzminister Scholz hierzu aus.

Veröffentlicht: 17.04.2020
img Letzte Aktualisierung: 17.04.2020
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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