Die Deutsche Post DHL leidet offenbar unter den Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus und der schlechteren Auftragslage bei vielen Kunden. Wie die WirtschaftsWoche nun aus Gewerkschaftskreisen erfahren haben will, will der Logistik-Konzern Kurzarbeit für 4.000 Mitarbeiter beantragen.
Vor allem Tochterunternehmen aus der Kontraktlogistiksparte seien davon betroffen – „unter anderem zwei Unternehmen, die logistische Dienstleistungen und erste Produktionsschritte für Ford und Audi anbieten“, schreibt die WiWo. Daneben soll auch im Geschäft mit Expresslieferungen und in der Speditionssparte Kurzarbeit verordnet werden, heißt es weiter.
Die Deutsche Post DHL hat ihr Gewinnziel für 2020 bereits zurückgenommen, im Paketgeschäft verzeichne der Konzern aber derzeit steigende Mengen. Der Brief- und Paketbereich ist der – an den Mitarbeiterzahlen gemessen – größte Bereich der Deutschen Post DHL: Hier sind 190.000 Menschen allein in Deutschland angestellt. Diese seien von den Maßnahmen bisher nicht betroffen.
Kritik kommt unterdessen von der Gewerkschaft Verdi: Sie habe den Vorstand der Deutschen Post DHL aufgefordert, das Kurzarbeitergeld einheitlich aufzustocken. Diese Forderung sei abgelehnt worden. Die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis bezeichnete es gegenüber der WiWo als „völlig inakzeptabel, dass viele Arbeitnehmer nun Sozialhilfe beantragen sollen, weil das Kurzarbeitergeld nicht ausreicht“.
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Unverschämt wenn solche riesige Konzerne das Kurzarbeitergel d beantragen obwohl kein Anlass dazu besteht.
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