Durch die verhängten Ausgangsbeschränkungen und die Schließung im stationären Einzelhandel war ein erhöhtes Sendungsaufkommen durch verstärktes Online-Shopping zu erwarten. Doch die Paketdienste kommen bisher offenbar um eine erhöhte Belastung herum. So erklärte ein Sprecher der Deutschen Post DHL, dass der Konzern „bisher normale Sendungsmengen und keinerlei Engpässe“ verzeichne, wie ntv berichtet. Der Betrieb sei grundsätzlich auf Mehrmengen ausgerichtet, so der Sprecher weiter.
Auch Hermes sehe „keine Indizien dafür, dass die Coronakrise die Sendungsmengen zusätzlich erhöht“. Die Menschen würden in diesen Tagen zwar auf Online-Shops als Versorger zurückgreifen, aber auch die Online-Händler spüren wie der gesamte Einzelhandel „die sich abkühlende Konsumkonjunktur“.
Auffällig sind auch die Entwicklungen, die DPD meldet: Der Zusteller verzeichnet gar eine sinkende Anzahl an Paketen in den vergangenen Tagen. „Die Paketmengen an Firmen und Geschäfte geben stark nach, während Privatpersonen verstärkt den Online-Handel nutzen“, zitiert Heise Online DPD-Chef Eric Malitzke. Das verstärkte Online-Shopping könne die Verluste im gewerblichen Bereich bisher aber nicht vollständig kompensieren. Die weitere Entwicklung sei zum jetzigen Zeitpunkt nur schwer vorherzusagen, so Malitzke weiter.
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