Große und kleine Medien berichten seit dem Wochenende ausführlich über eine Studie der Retourenwissenschaftler der Uni Bamberg. Der Großteil der Überschriften und Texte suggeriert, dass Händler fahrlässig und in riesiger Größenordnung Retouren vernichten, die doch eigentlich noch gebrauchsfähig sind. Damit verschwenden Online-Händler nicht nur funktionstüchtige Waren, sondern befeuern den Klimawandel. Die Politik greift das Thema auch auf und fordert die Verbraucher teilweise dazu auf, auf Bestellungen im Internet zu verzichten. Doch beschäftigt man sich mal genauer mit den existierenden Studien zu Retouren und deren Vernichtung, kommt man schnell zu dem Schluss, dass der Ruf des Online-Handels schlechter ist, als er es verdient hat.
Sicherlich ist die Anzahl der Retouren und der Umgang mit ihnen eine Herausforderung für die Gesellschaft. Gerade Online-Händler ärgern sich oft über das Konsumverhalten ihrer Kunden, die scheinbar ohne Nachzudenken kaufen und retournieren. Das kostet Zeit, Geld und Nerven. Aber die Stigmatisierung der Online-Händler als Klimakiller oder skrupellose Müllproduzenten ist in der derzeitigen Form nicht gerechtfertigt, wenn man sich die Studie der Bamberger Forscher einmal genauer anschaut.
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vielen Dank für deinen Hinweis. Wir haben den Text dahingehend noch einmal angepasst.
Beste Grüße,
die Redaktion
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Diese Zeile wäre jedoch noch zu korrigieren, damit das auch jeder korrekt versteht,
sonst ist der Satz eher Wasser auf die falsche Mühle.
Es handelt sich auch hier um 53% der vernichteten Retouren.
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