Eine realistischere Präsentation der Arbeitsbedingungen bei Amazon
Gut illustriert wird das Anliegen in der Show auch dadurch, dass zu deren Beginn (ca. ab 2:00 Minuten) ein offizieller Amazon-Spot über die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter im Lager gezeigt wird. Für das Team von „Last Week Tonight“ ist das, was hier von Amazon dargestellt wird, jedoch nicht die ganze Wahrheit. Die Show verweist etwa u. a. auf bekannte Vorfälle, bei denen Mitarbeiter kaum Möglichkeiten für Toilettenpausen hätten und belegt dies auch mit Video-Beweisen. Des Weiteren wird thematisiert, dass 50 Angestellte verletzt wurden, als ein Lagerroboter versehentlich Bären-Abwehrspray freisetzte.
Auf der anderen Seite sei Jeff Bezos der reichste Mann der Welt und investiere in Space Shuttles, die eher einem Fallus-Symbol ähneln. Oliver fordert aus diesem Grund: Amazon möge ein realistischeres Bild davon vermitteln, was ihre Versprechungen etwa von Ein-Tages-Lieferungen die Arbeiter kosten. Krönender Abschluss der Show (ca. nach 19:00 Minuten) ist daher ein solch realistischer Werbefilm über die wahren Gegebenheiten im Lager, mit dem Tenor: „Amazon – try not to think about it“ – unser Video der Woche:
Im Übrigen zeigte die Show auch in Amazons Reihen Wirkung: Dave Clark, SVP und Verantwortlicher für Operations bei Amazon, meldete sich nach der Show via Twitter in mehreren Threads zu Wort. Er sei zwar ein Fan, doch läge Oliver dieses Mal falsch und hätte mit seinem Team lieber selbst einmal die Lager besuchen sollen.
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