Media Markt Saturn setzt bei Retouren-Abverkauf auf Ebay
Auch der Elektrospezialist Media Markt Saturn will die aktuellen Diskussionen nicht unkommentiert vorüberziehen lassen. Auf seiner Website schreibt das Unternehmen:
„Nahezu 100 Prozent der deutschlandweiten Retouren bei MediaMarkt und Saturn werden wieder verkauft: Originalverpackte und vollkommen unbeschädigte Retouren führen wir wieder direkt dem Verkauf zu – in der Regel über unsere Märkte vor Ort, da das Retourenmanagement in Zusammenarbeit mit den Märkten abgewickelt wird. Alle anderen Retouren werden geprüft, ggf. wieder aufbereitet und über andere Kanäle, als Gebrauchtware gekennzeichnet, abverkauft – insbesondere über die lokalen eBay-Shops der Media Märkte und Saturn-Märkte. Nur in den wenigen Fällen, in denen eine Aufbereitung tatsächlich nicht mehr möglich oder wirtschaftlich sinnvoll ist, wird die Ware einer fachgerechten Entsorgung zugeführt.“
Ebay-Chef begrüßt die Debatte und stellt sich gegen Vernichtung von Retouren
Nicht zuletzt äußerte sich jüngst auch Ebay zum Thema. In einem Interview mit dem Handelsblatt, aus dem Golem zitiert, sagte der Europa-Chef von Ebay, Eben Sermon: „Ich persönlich finde, dass das eine sehr positive Initiative ist“ und „ich befürworte das sehr, ich möchte auch nicht, dass Retouren vernichtet werden“. Ebay selbst stand demnach „schon immer für die Kreislaufwirtschaft, die DNA unseres Unternehmens ist darauf aufgebaut. Produkten ein zweites Leben zu geben, ist das Herzstück von Ebay“.
Auf Anfrage sagte uns Ebay außerdem: „eBay ist einer der größten Absatzkanäle für Retouren und aufbereitete Waren in Deutschland, der von Marken, Händlern und KMUs genutzt wird. eBay ist ein starker Befürworter der Circular Economy und des Konzepts, dass der Lebenszyklus eines Produkts möglichst lang sein sollte. Wir können nicht für alle Händler auf unserer Plattform sprechen und haben keine detaillierten Einblicke in deren Prozesse zum Umgang mit zurückgesandter Ware – aber grundsätzlich bietet eBay einen attraktiven Kanal für den Verkauf von Retouren und aufbereiteter Ware. Die Gesamtzahl der von Verkäufern bei eBay.de angebotenen Artikel im so genannten Produktzustand ,generalüberholt‘ hat sich beispielsweise seit 2013 fast verdoppelt und wir bieten Verkäufern die Möglichkeit, unterschiedliche Optionen für den Zustand eines Artikels auszuwählen – von ,neu‘, über ,generalüberholt‘ bis hin zu ,gebraucht‘.“
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Nämlich der Käufer!
Wenn dieser gesetzlich dazu Verpflichtet wäre mit dem was nicht sein Eigentum ist sorgsam umzugehen dann wäre auch weniger neue Ware da zum entsorgen!
Aber solange der Käufer die Packung beim öffnen zerreißt oder den Artikel nicht vollständig zurück sendet. Solange wird es auch Ware geben die man entsorgen muss!
Hier sollte mal der Gesetzgeber dem Kunden auf die Finger klopfen!
Und zu den 19% ist ja es doch so dass die Firma beim Kauf der Ware 19% zahlt und diese also bei Finanzamt als Ausgabe zählt und somit die Spende auch mit 19% zu rechnen ist da ja sonst die Firma 19% Gewinn macht bzw. 19% weniger Verlust!
Stellt euch mal vor was passiert wenn keine 19% zu zahlen wäre!
Die Firmen würden wie gedopt Spenden!
Jetzt wird doch jeder sagen "Das ist doch klasse!"
Nein, eben nicht!
Die Firmen würden dies als Werbung missbrauchen und noch 19% weniger Verlust haben als bei normaler Werbung.
Auch der Größen unterschied der Firmen ist da zu beachten.
Wenn der große dann den Markt mit Spenden überschwemmt und der kleine nichts mehr verkauft. Sobald dann die kleinen pleite sind kann dann der große wieder seine Spenden sein lassen und normal Verkaufen. Zum sonder Hochpreis weil es ja keine kleinen mehr gibt!
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Gewinnmaximierung durch MwStbefreiung bei Spenden. Wie soll denn das gehen?
Ich kaufe etwas für 100,00 € ein (ohne MwSt, weil Unternehmer) und spende nach einer Retoure diesen Artikel einer gemeinn. Organisation. Damit habe ich 100,00 € Verlust und darf jetzt noch 19,00 € MwSt abführen? Für 1,00 entsorge ich das dann lieber im Müll. Das ist dann eher Verlustminimier ung.
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Als ob der geschäftsfähige , mündige Bürger diesen Schutz wirklich braucht - wenn ich etwas bestelle, bin ich einen Vertrag eingegangen und es obliegt dem Verkäufer, ob er die Ware bei Nichtgefallen (eventuell kostenpflichtig !) wieder zurücknimmt. Wenn der Käufer generell die Retourenkosten und eine prozentuale Wiedereinlageru ngsgebühr bezahlen müßte, wäre sehr bald Schluß mit dem Unfug.
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Die unterschwellige Aufforderung, die Umsatzsteuer für Spenden zu kippen, ist definitiv KEINE gute Idee, da fallen mir auf Anhieb mehrere Möglichkeiten ein, wie große Firmen sowas dann schamlos ausnutzen, um ihre Gewinne zu maximieren!
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Über diese Punkte könnten sich Politiker Gedanken machen, es ließe sich der Verkehr reduzieren, damit die Belastung der Straßen und Städte, CO² und Feinstaub Ausstoß könnte reduziert werden - gut für´s Klima und Gesundheit, die Löhne für die Auslieferungsfa hrer könnten steigen - motivierte Fahrer wären das Ergebniss.
Retouren wird es im Onlinehandel immer geben, die Größenordnung könnte durch solch einen Denkansatz vielleicht etwas geregelt werden. Gefühlt wird das aber nicht passieren, durch Spenden verdient der Staat die Mehrwertsteuer, also wird dort angesetzt ... das ist einfacher als Wähler zu verprellen.
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Das sollte man mal zu Thema machen. Wenn ich Retouren spenden möchte und als Dankeschön für Null Gewinn die MwSt dafür abführen soll, dann würde ich die Ware auch eher in den Shredder werfen. Ist aus unternehmerisch er Sicht günstiger.
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