Seit 2023 ist das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG – „Lieferkettengesetz“) in Kraft – ein wegweisendes Regelwerk, das Menschenrechte in globalen Lieferketten stärken soll. Branchen wie der Transportsektor und der Rohstoffabbau in Regionen wie Westafrika profitieren bereits von den Maßnahmen. Laut einem gemeinsamen Bericht der Organisationen Germanwatch und Misereor konnten deutsche Unternehmen erstmals mit lokalen Partnern Umwelt- und Sozialprojekte umsetzen.
Besonders im Transportwesen zeige das Gesetz Wirkung: Lkw-Fahrer in Deutschland sehen darin eine entscheidende Unterstützung, um ihre Rechte durchzusetzen. Unternehmen müssen sich nun stärker dafür verantworten, wenn ihre Lieferanten gegen Arbeitsrechte verstoßen. „Mit dem Lieferkettengesetz können wir die häufig einflussreichen auftraggebenden Unternehmen in die Verantwortung nehmen, um bei ihren Zulieferern Verstöße zu unterbinden. Auf diesem Wege bekommen Lkw-Fahrer in vielen Fällen endlich den ihnen zustehenden Lohn“, erklärt Anna Weirich vom Netzwerk Faire Mobilität.
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