Illegale Billigkonkurrenz aus China: 2.400 Container beschlagnahmt

Veröffentlicht: 16.09.2025
imgAktualisierung: 16.09.2025
Geschrieben von: Hanna Hillnhütter
Lesezeit: ca. 1 Min.
16.09.2025
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Container
scanrail / Depositphotos.com
Die EU-Staatsanwaltschaft hat bei der größten Razzia der EU-Geschichte Waren eines mutmaßlichen chinesischen Betrügerringes beschlagnahmt.


Im Hafen von Piräus hat die EU-Staatsanwaltschaft zusammen mit den griechischen Behörden 2.400 Container beschlagnahmt. Diese sind mutmaßlich Teil eines chinesischen Netzwerkes, mit dem Waren aus China in die EU geschmuggelt werden sollten, ohne Steuern und Einfuhrzölle darauf zu zahlen. Dabei soll es sich um die größte Razzia der EU-Geschichte handeln, wie das Handelsblatt berichtet

E-Bikes, Kleidung und Schuhe

Bislang wurde nur ein Teil der Container geöffnet, darin befanden sich unter anderem E-Bikes, Kleidung und Schuhe. Von den Importeuren soll dabei nur ein Bruchteil des Warenwertes angemeldet worden sein, mutmaßlich mit dem Ziel, Zölle zu vermeiden und weniger Mehrwertsteuer zu bezahlen. Nach Angaben der Behörden sollen nur zehn bis 15 Prozent des tatsächlichen Warenwertes ausgewiesen worden sein. 

800 Millionen Euro Schaden

Der entstandene Schaden soll sich dabei auf rund 800 Millionen Euro belaufen. Bereits seit mindestens acht Jahren sollen falsche Angaben über den Warenwert gemacht worden sein, so die EU-Staatsanwaltschaft. Mindestens sechs Menschen, darunter auch zwei Zollbeamte, wurden in Hinblick auf die Razzien angeklagt. Den Zollbeamten wird vorgeworfen, falsche Papiere für die Einfuhr ausgestellt zu haben. 
Der Hafen von Piräus in Griechenland ist einer der größten Häfen Europas und meist die erste Anlaufstelle für Waren aus China.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 16.09.2025
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Hanna Hillnhütter

Hanna Hillnhütter

Hanna hat die juristischen Entwicklungen im Blick – mit Fokus auf Abmahnungen, Wettbewerbsrecht und aktuelle EU-Verordnungen.

KOMMENTARE
7 Kommentare
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Oliver
23.09.2025

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Endlich wacht die EU (hoffentlich) mal auf, aber 800 Millionen sind da leider nur ein Tropfen auf dem heißen Stein. Und das Beispiel mit VE**R ist leider auch ein sehr gutes.
Gerd D aus E
22.09.2025

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Spätestens alle 3 Jahre haben wir eine Zollprüfung und/oder eine Steuerprüfung. Chinesische Firmen werden anders gehändelt. Der größte Exporteur aus China Ve**r hat hunderte von Verkaufsagenturen für sich arbeiten die alle mit **********************YOUXIANGONGSI enden und Ihre Waren auch sehr stark in Europa mit dem Kerngeschäft Deutschland vertreiben. Die Lager befinden sich meistens in Tschechien, Frankreich usw. und werden NICHT auf Missstände kontrolliert. Wir nehmen ein Beispiel: eine Edelstahlfritteuse mit 2500 Watt. Es sind hunderte Verkäufer in Deutschland im Namen der V**or ( Hauptsitz Shanghai / China) unterwegs als Verkaufsagentur und verkaufen dieses Modell Fritteuse über die Marktplätze E*** und A***** Diese Fritteuse verfügt weder über einen Sicherheits-Temperaturbegrenzer noch über ein RoHS-Zertifikat. Wir haben E*** mehrfach darüber informiert, die zeigen kein Interesse. Wie dieser Artikel überhaupt eine CE-Zertifizierung geschafft haben kann, ist uns ein Rätsel. Denn das ist nicht möglich, dafür eine CE-Zertifizierung zu bekommen. OHNE Sicherheits-Temperaturbegrenzer kann eine Fritteuse bei Defekt des Thermostates Feuer fangen. Wie kann man seinen Verkäufer im Schadensfall dann haftbar machen ? GAR NICHT, denn der sitzt in Asien. Und so sieht es bei sehr vielen Produkten aus diesem Herstellungsland aus. Fazit: Wir können uns nicht wehren, denn es wird nichts geschehen. Es wird sich hier um Dinge wie Verbrenner-aus oder Aufrüstung gekümmert. Es werden wie schon in den Nachrichten gesehen in den nächsten Jahren um hunderttausende Arbeitsplätze handeln, die wegrationalisiert werden und die günstigen E-Autos oder andere Artikel aus Fernost werden unsere Straßen fluten. Der deutsche Staat hat zu wenig Beamte um sich den wichtigen Problemen annehmen zu können. Findet Euch damit ab, das es nicht besser wird.
M.Jagielska
21.09.2025

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"Im Zuge der griechischen Finanzkrise verpachtete die PPA 51 % des Containerhafens ab Oktober 2009 an das chinesische Staatsunternehmen China Ocean Shipping (Group) Company (kurz: COSCO) für die Dauer von 35 Jahren. Eine anfängliche Investition von 500 Millionen Euro floss der griechischen Staatskasse nach Vertragsunterzeichnung zu. Die Chinesen zahlen für die Nutzung der Hafenanlage jährlich eine Gebühr von ca. 100 Millionen Euro.[10][11] Das Terminal II der Piraeus Container Terminal PCT S.A. (Tochterunternehmen von COSCO Shipping Ports) befindet sich in direkter Nähe zum staatlichen PPA-Terminal I. Der chinesische Betreiber stand in der Kritik, da er nach Aussagen von Gewerkschaftern der staatlichen griechischen Hafengesellschaft PPA Kürzungen bei Gehältern und Sozialleistungen vorgenommen, Gewerkschafter ausgeschlossen und dadurch den Leistungsdruck stark erhöht haben soll." Auszug aus Wikipedia Danke an Frau Merkel und Herrn Schäuble
as
21.09.2025

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Was passiert jetzt mit den Waren? wird es vernichtet entsteht ein wesentlich größerer Schaden für die Umwelt. Eher sollte man nicht auf das Problem fixiert sein, sondern auf die Lösung oder sehe ich es falsch?
Emil Wendler
17.09.2025

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Es ist unmöglich, dass eine EU Firma über Jahre waren aus China importiert und keine STEUER/ZOLL Prüfung erhält.
stefan
21.09.2025
vollkommener quatsch... ich habe seit 2002 eine Firma und hatte noch NIE eine Steuer oder eine Zollprüfung ebenfalls keine UST Prüfung....
Ki
17.09.2025

Antworten

Meinung: was passiert jetzt mit dem Müll? Die Müllmafia der EU hat bestimmt einen Plan und Vorschlag!