Mit einer Demo will die Gewerkschaft Verdi gegen die Reform des Postgesetzes ankämpfen.
Schon länger ist die Überarbeitung des aus dem Jahr 1997 stammenden Postgesetzes in Planung. Die Reform beinhaltet unter anderem, dass der Post künftig mehr Zeit für die Briefzustellung eingeräumt werden soll. Die Briefe sollen so langsamer unterwegs sein, dafür aber im Gegenzug verlässlicher ankommen. Außerdem will die Bundesregierung den Wettbewerb am Markt stärken.
Die Gewerkschaft Verdi warnt nun allerdings vor „katastrophalen“ Folgen für die Beschäftigten. „Eine Ausweitung des Wettbewerbs im schrumpfenden Briefmarkt würde über die Arbeitsbedingungen unserer Mitglieder ausgetragen“, wird die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Kocsis beim Spiegel zitiert. Damit würde „die Grundlage für gute Löhne und gute Arbeitsbedingungen entzogen und Zehntausende Arbeitsplätze wären in Gefahr“. Besonders die Überlegungen zu mehr Wettbewerb, Reduzierung der Zustelltage sowie die Einschränkungen des Universaldienstes sieht die Gewerkschaft als Gefährdung der Arbeit der Postangestellten an.
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Es ist irrinnig, wie beim Thema "Wettbewerb" der gesunde Menschenverstan d aussetzt. Egal ob doppelte oder dreifache Glasfaserleitun gen in Ballungsgebiete n (aber keine in ländlichen Gebieten) oder Mobilfunknetze mehrerer Anbieter - das sind alles Mehrausgaben und Belastungen der Allgemeinheit, die nie durch einen angeblich "günstigeren" Preis durch Wettbewerb ausgegelichen werden können.
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