Statt möglicherweise 84.000 Schadensersatz zahlen zu müssen, hat die DHL jetzt im Prozess gegen eine Klimaaktivistin der Beklagten einen Vergleich angeboten.
Am 9. Juli 2021 blockierten 54 Aktivisten der Initiative „CancelLEJ“ die Zufahrt zum Logistikzentrum von DHL am Flughafen Leipzig/Halle. Die Aktion hatte zur Folge, dass Flüge verspätet gestartet sind und Anschlussflüge verpasst wurden, nach Angaben der DHL kam es dadurch zu einem Schaden in Millionenhöhe. Vor dem Landgericht Halle musste sich deswegen jetzt eine Teilnehmerin der Blockade verantworten. Zu Beginn der Verhandlungen zeigte sich das Logistikunternehmen an einem Vergleich interessiert: Statt der geforderten 84.000 Euro Schadensersatz solle die Angeklagte 80 Arbeitsstunden in einem Aufforstungs- oder Naturschutzbetrieb leisten oder ersatzweise 15 Euro pro Stunde zahlen. Außerdem soll sie künftig nicht mehr an derartigen Blockaden teilnehmen, schreibt der Stern zu den Forderungen der DHL. „Uns liegen die Umweltinteressen sehr am Herzen“, wird der Anwalt von DHL bei der Bildzeitung zitiert.
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