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Schadensersatz nach Protest-Aktion: DHL verklagt Klimaaktivisten auf halbe Million Euro

Veröffentlicht: 04.05.2023
imgAktualisierung: 04.05.2023
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
04.05.2023
img 04.05.2023
ca. 2 Min.
Protest Klima auf Straße
Andreas Stroh / Shutterstock.com
Die DHL hat Zivilklage gegen mehrere Klimaaktivsten eingereicht, die im Sommer 2021 am Flughafen Leipzig/Halle gegen den Logistiker protestiert haben.


Klimaaktivisten haben im Sommer 2021 gegen DHL protestiert, der Konzern will nun Schadensersatz.

Am Flughafen Leipzig/Halle betreibt die DHL einen der größten Luftfahrt-Drehkreuze weltweit. Schon länger ist der Ausbau des Standortes in Planung, dagegen wehren sich allerdings nicht nur die Einwohner rund um den Flughafen, auch Klimaaktivisten haben sich inzwischen an den Protesten beteiligt. Am 9. Juli 2021 demonstrierten mehrere junge Menschen vor den Toren des Flughafens gegen DHL und die schädlichen Auswirkungen auf das Klima, welche durch die Frachtflüge zustande kommen. 

„Der Protest richtete sich gegen die Klimaschäden, Profitstreben und Fluglärm“, heißt es von den Beteiligten bei der Leipziger Zeitung. Nach Angaben der Teilnehmer sollen „54 Aktivist/-innen mehrere Tage in Gewahrsam“ genommen worden sein. Die DHL hätte außerdem behauptet, der Protest würde den Logistiker 1,5 Millionen Euro kosten.

Zivilklage gegen Teilnehmer

Einen Teil dieses Schadens will sich die DHL nun wohl wiederholen. Gegen die Teilnehmer wurden laut dem Portal Zivilklagen erhoben, eine halbe Million Euro Schadensersatz soll der Bonner Logistiker von den Beteiligten der Protestkundgebung verlangen.

„DHL will überwiegend junge Aktivist/-innen wie mich finanziell ruinieren und demokratischen Protest zum Schweigen bringen. Aber die Klimakrise zeigt ganz deutlich: Protest gegen den Flughafenausbau LEJ war, ist und bleibt notwendig und legitim“, heißt es von der Sprecherin der Kampagne, Luka Scott. Sie ist selbst von der Klage betroffen.

Der erste Prozesstermin soll am 16. Juni 2023 in Halle stattfinden.

Störaktionen auf der Aktionärsversammlung geplant

Die Aktivisten der Kampagne „Repression Nicht Zustellbar“ wollen sich davon allerdings nicht unterkriegen lassen und weiter gegen die DHL demonstrieren. Für die am heutigen Donnerstag angesetzte Aktionärsversammlung sind nach eigenen Angaben Störaktionen geplant. Ab 8 Uhr soll „mit kreativen Aktionen im Versammlungssaal des World Conference Center in Bonn der Ablauf der Aktionärsversammlung gestört werden“, schreibt die Leipziger Zeitung.

Veröffentlicht: 04.05.2023
img Letzte Aktualisierung: 04.05.2023
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Onit
05.05.2023

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Äpfel mit Birnen vergleichen lieber Tobias
Tobias
05.05.2023

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Man stelle sich vor, das wäre im Rahmen der unangemeldeten "Montagsprotest e" passiert.
Die blockieren auch Wege und beziehen sich auf das Versammlungsrecht.
Da wäre garantiert weder von seitens des Staates noch von Seiten DHL irgendwas passiert...
Verkehrte Welt, alte weiße Männer bestimmen das Recht und die Rechtsauslegung .
Zukünftige Generationen interessieren hier nicht, Hauptsache die Rente wird immer schön erhöht...