Die Spritpreise haben bereits vor Ablauf des Tankrabatts am 1. September wieder angezogen. Auch in den nächsten Tagen werden Kostensteigerungen erwartet.
Erst vor wenigen Tagen hatten verschiedene Stimmen aus der Branche vor einem Missbrauch der steuerlichen Entlastungen des sogenannten Tankrabatts durch die Ölkonzerne gewarnt. Und die Preissteigerungen der letzten und wohl auch der kommenden Tage lassen diese gar wahrscheinlicher wirken.
Wie der ADAC aktuell mitteilt, haben die Kraftstoffpreise noch vor Auslaufen der Entlastung kräftig angezogen. Für einen Liter Super E10 sind bundesweit im Schnitt 1,776 Euro zu zahlen – 4,2 Cent mehr als in der Woche zuvor. Beim Diesel sind es 2,075 Euro je Liter, ein Plus von 8,7. Mit Blick auf die letzten zwei Wochen stiegen die Preise im Bundesdurchschnitt bei Benzin um 6,8 Cent und bei Diesel um 15 Cent. „Damit haben sich die Anbieter bereits vor dem Auslaufen des Tankrabatts ein erhebliches Preispolster geschaffen, das durch stärkeren Wettbewerb reduziert werden kann“, kritisiert die Vereinigung.
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Bei Einführung vom Tankrabatt hat es Wochen gedauert bevor die Preisen gesunken sind. Das Argument war: die Tankstellen haben noch teuer eingekauftes Benzin vorrätig.
Aber 1 September !Zack! springen die Preisen 30 bis 40 Cent in die höhe. Waren die Tanks mit "billig" eingekauftes Benzin alle am 31-08-22 um 00.00u leer? Im Leben nicht!
Wir werden hier von vorne und hinten verarscht und das sollen wir alle so hinnehmen? Ich verstehe nicht wo die Schmerzgrenze liegt oder sind wir alle müde dass wir uns lieber Abends aufs Sofa hauen und Netflix schauen statt mal auf die Straße zu gehen?
Ich fahre soviel wie geht mit dem Rad. Diesen Mist mache ich so nicht mit.
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Davon abgesehen, ist der Preis in Relation zum Ölpreis viel zu hoch. Anfang Juni, zu beginn der Steuerermäßigun g, lag "Brent" Öl bei $ 115 - jetzt liegt es bei $ 95. Der Wechselkurs EURO/USD ist zwar schlechter geworden aber auch nur um den Faktor 1,07. Um den Kursunterschied bereinigt kostet das Öl jetzt als $ 101,65, was immer noch deutlich weniger ist als $ 115 am 1 Juni. Dennoch ist der Preis an der Tanksäule wieder auf dem Niveau und soll weiter steigen.
Auch die ausgetrockneten Flüsse, die den Kraftstofftrans port innerhalb DE verteuern/behin dern sind, hier kein Argument. Ich bin nur ca. 100 km von der Raffinerie in Schwedt, wo der meiste Kraftstoff herkommt, entfernt. Wasserstraßen sind auf dem Lieferweg nicht notwendig. So etwas ist vielleicht ein Argument im Süden oder Westen Deutschlands, aber nicht hier.
Im Rückblick lag 2013 der Ölpreis auf einem ähnlich hohen Niveau. Der Diesel kostet damals um 1,40€. Mit der inzwischen geltenden CO2 Abgabe entspräche das 1,48€ ...
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... Also nach meiner Beobachtung ist ja eben direkt nach der Einführung nahezu nichts passiert. Die Minealölkonzern e hatten in den ersten Tagen, nach der Steuersenkung, die Preise an den Zapfsäulen, nahezu nicht reduziert. Daher gibt es auch nahezu nichts von damals auszugleichen.
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