Kritik an der Steuermaßnahme
Die seit dem 1. Juni gültige Steuersenkung war Teil des Energiepreisentlastungspakets der Bundesregierung, das infolge des durch den Ukraine-Krieg ausgelösten Kraftstoffpreisanstiegs beschlossen wurde. Im Zuge dessen wurde die Steuer für Kraftstoffe reduziert. Allerdings fällt die Energiesteuer nicht direkt beim Tanken an, sondern in Tanklagern – die Mineralölkonzerne sind somit nicht gezwungen, diese weiterzugeben. „Die Steuersenkung landet zum großen Teil bei den Mineralölkonzernen und kommt zu wenig bei den Autofahrern an“, kritisierte der ADAC vorab. Ähnliche Kritik äußerte auch der Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL).
Laut dem ifo-Institut München würden Mineralölkonzerne die Rabatte weiterreichen – beim Diesel mit 17 Cent je Liter zu 100 Prozent, beim Benzin mit zu 85 Prozent, heißt es in einer Mitteilung vom 14. Juni. Laut Tagesschau habe die Mineralölwirtschaft auf gestiegene Einkaufspreise und Kosten verwiesen. Bundesfinanzminister Christian Linder erklärte demnach, dass es keine Informationen gebe, dass die Konzerne durch den Tankrabatt ungewöhnlich hohe Gewinne erhielten: „Wir haben hier im Bundesministerium der Finanzen keine amtliche Erkenntnis, dass es zu besonders hohen Gewinnmargen bei den inländischen Mineralölgesellschaften käme“. Auch das Bundeskartellamt untersucht die Spritpreise – die Behörde könne aber hohe Preise nicht unterbinden.
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