Unternehmen sollen künftig ihrer globalen Verantwortung für Kinder-, Zwangsarbeit und Umweltzerstörung besser nachkommen. Doch die Umsetzung zeigt Defizite auf.
Mit dem beschlossenen Gesetz sollen große Unternehmen mehr als bisher in die Pflicht genommen werden und damit Kinderarbeit und Umweltzerstörung innerhalb ihrer internationalen Lieferketten unterbinden. Wie die Tagesschau berichtet, haben für das Gesetz 412 Abgeordnete gestimmt, darunter die Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD und den Grünen. Dagegen votierten 159 Abgeordnete der FDP und AfD, die Linke enthielt sich.
Ab 2023 werden große Unternehmen dazu verpflichtet, gegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltverstöße bei ihren Zulieferern vorzugehen. Zunächst gilt das Gesetz für Konzerne mit mehr als 3.000 Mitarbeitern. Das sind in Deutschland rund 925 Firmen. Dazu kommen sollen ab 2024 auch Unternehmen mit über 1.000 Angestellten, was etwa 4.800 Betriebe betrifft.
Zuvor wurde versucht, die Unternehmen dazu zu bringen, freiwillig Verantwortung für Missstände zu übernehmen. Dieses Vorhaben scheiterte allerdings, da sich nicht einmal die gewünschte Hälfte der Unternehmen mit über 500 Angestellten für die Einhaltung der Menschenrechte ausreichend einsetzte.
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