Der Skandal um sechs Lkw-Hersteller wegen illegaler Preisabsprachen hat aktuell wieder Fahrt aufgenommen.
Unternehmen sind grundsätzlich frei in ihren Entscheidungen und dürfen Verträge schließen und Preise festlegen. Entgegen der allgemeinen Wahrnehmung ist auch eine Zusammenarbeit von miteinander im Wettbewerb stehenden Unternehmen unter bestimmten Bedingungen möglich. Unbedenklich sind Kartellverstöße beispielsweise, wenn die Kooperation der beteiligten Unternehmen die Herbeiführung von Vorteilen für Verbraucher zum Ziel hat.
Genau das soll aber bei den Lkw-Herstellen Daimler, MAN, Scania und drei weiteren nicht der Fall gewesen sein, denn durch ihre Absprachen soll laut dem Handelsblatt sogar ein Schaden von 7.000 bis 10.000 Euro pro Lkw je Kauf oder Leasingvertrag entstanden sein. Daher wurden die Hersteller zu Bußgeldzahlungen in Höhe von vier Milliarden Euro wegen des Kartellverstoßes verpflichtet. Unzählige Schadensersatzklagen folgten, wurden jedoch in Deutschland teilweise abgewiesen. Die Hersteller selbst weisen einen Schaden für die Kunden zurück und wollen keine Entschädigung zahlen.
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