Paketbomben: Polizei fahndet mit neuen Spuren nach DHL-Erpresser

Veröffentlicht: 26.04.2021
imgAktualisierung: 26.04.2021
Geschrieben von: Hanna Behn
Lesezeit: ca. 2 Min.
26.04.2021
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Polizeiauto
FooTToo / Shutterstock.com
Im Falle eines Paketbomben-Versenders und Erpressers, der in der Weihnachtszeit 2017 gefährliche Sendungen mit Sprengstoff verschickt hatte, sucht das LKA Brandenburg jetzt per Fahndungsfoto nach dem Täter.


Ein Unbekannter versandte vor rund drei Jahren mehrere Paketbomben. Bis dato konnte der Täter nicht gefasst werden. Nun liegt der Kriminalpolizei ein Foto des Verdächtigen vor. 

Von November 2017 bis März 2018 hatte ein unbekannter Täter im Raum Berlin und Brandenburg mehrere Pakete mit Spreng- und Brandvorrichtungen verschickt – zuvor hatte es entsprechende Drohschreiben an DHL gegeben, mit denen bei dem Paketdienstleister ein Millionenbetrag in Form von Bitcoin erpresst werden sollte. Mit einem Bild aus einer Überwachungskamera sucht das Landeskriminalamt Brandenburg jetzt nach einem unbekannten Mann. 

Fall galt Ende 2019 als ausermittelt

2017 war eine der gefährlichen Sendungen bei einem Online-Händler gelandet, jedoch nicht explodiert. Ein Paket an eine Apotheke in Potsdam konnte noch rechtzeitig entschärft werden. Im Anschluss waren noch weitere Sendungen in einer Bank in Berlin-Steglitz sowie in der Berliner Handwerkskammer in Kreuzberg aufgetaucht. Ein Zusammenhang soll zwischen einem Erpresser namens „Omar“ oder „One Man Army Rebel“ bestehen, der DHL im Herbst 2017 mit entsprechenden Paketbomben gedroht hatte. Die Netzwerkadresse einer entsprechenden E-Mail, die beim BKA einging, konnten die Behörden im Januar 2019 identifizieren

Allerdings führte die Auswertung aller Spuren und von mehr als tausend Hinweisen durch eine Sonderkommission nicht zu Tatverdächtigen: „Wir sehen aktuell keine Möglichkeit mehr, dem oder den Tätern auf die Spur zu kommen“, erklärte das LKA Brandenburg damals u. a. nach Angaben des Spiegels/dpa. Der Fall sei ausermittelt, im Falle neuer Anhaltspunkte sollten die Ermittlungen aber sofort wieder aufgenommen werden.

Polizei bietet 5.000 Euro Belohnung für sachdienliche Hinweise

Das ist nun geschehen, mit einem Fahndungsfoto werde nun weiter nach dem Verdächtigen gesucht: Ein Bild, das am 22. Oktober 2020 von einem Bitcoin-Geldautomaten in einem Spätkauf gegen 18:45 Uhr in Berlin-Friedrichshain aufgenommen wurde, solle den mutmaßlichen Täter zeigen. Es handele sich dabei um einen etwa 1,80 m bis 1,85 m großen Mann, der eine rote Mund-Nasen-Schutzmaske trug. 

Fahndungsfoto LKA Brandenburg
Fahndungsfoto LKA Brandenburg

Für sachdienliche Informationen, welche zur Ermittlung, Identifizierung oder Ergreifung des Täters führen, sei eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgesetzt. Hinweise nimmt das LKA Brandenburg sowie jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Veröffentlicht: 26.04.2021
img Letzte Aktualisierung: 26.04.2021
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Hanna Behn

Hanna Behn

Hanna widmet sich am liebsten den Themen E-Commerce-Trends, Leadership und Unternehmertum.

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