Abgabe für Kunden nicht ersichtlich
In den Gerichtsdokumenten wird DHL vorgeworfen, dass der Konzern Kunden glauben lässt, dass es sich bei den Gebühren, die sie zahlen müssen, sobald ein Paket aus dem Ausland eintrifft, um staatliche Einfuhr- und Steuergebühren handelt – allerdings geht ein großer Teil davon tatsächlich als „Bearbeitungsgebühr“ an DHL. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand Probleme damit hat, für Steuern und Abgaben zu zahlen, die ordnungsgemäß geschuldet und fällig sind“, wird Scott Stanley, ein Anwalt aus Vancouver, der hinter der Sammelklage steht, bei cbc zitiert. „Es sind zusätzliche Gebühren, die nicht klar sind, was die Leute verärgert.“
In der Klage geht es allen voran darum, wie transparent DHL mit den Gebühren umgeht, welche den Kunden berechnet werden. In der Regel sendet der Paketdienst den Empfängern eine E-Mail mit der Betreffzeile „IMPORT DUTY/TAX PAYMENT“, in der sie aufgefordert werden, die Gebühren zu bezahlen, da sie sonst den Verlust ihres Pakets riskieren. Laut den Gerichtsdokumenten zahlen die Kunden die Gebühren, weil sie glauben, es handele sich um Zölle und Steuern. „In Wirklichkeit“, so heißt es in der Klageschrift weiter, enthielten die erhobenen Gebühren „eine DHL-Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühr“. Dies sei laut den Anwälten „eine versteckte Gebühr.“
Kommentar schreiben