Die Änderung des Postgesetzes wurde vom Bundestag jetzt abgenickt. Dies könnte aber mit deutlich höheren Portokosten einhergehen.
Ende letzter Woche hat der Bundestag einer Änderung des Postgesetzes zugestimmt, die Regierungsfraktionen von Union und SPD sowie die AfD haben sich für eine solche Reform ausgesprochen. Diese soll zwar die Marktmacht der Deutschen Post eingrenzen, erlaubt aber gleichermaßen einen deutlich größeren Spielraum für Portoerhöhungen. Dies komme der Deutschen Post DHL Group zu Gute, da sie aufgrund der abnehmenden Briefmengen vor großen Herausforderungen steht. Der SPD-Abgeordnete Falko Mohrs nannte den Beschluss laut der Zeit eine gute Balance „zwischen effizienten Kosten und einem vernünftigen Gewinnaufschlag“.
Deutliche Kritik zur Reform gab es allerdings von der FDP, den Linken und den Grünen, die der Bundesregierung nicht nur vorwarfen, mit diesem Schritt den Wettbewerb auszubremsen, sondern auch die Deutsche Post zu bevorzugen. Aktuell fährt der Bonner Logistiker Milliardengewinne ein und hat eine „marktbeherrschende Stellung“, so Katharina Dröge von den Grünen. Statt dies noch weiter zu unterstützen, solle ihrer Meinung nach lieber für einen fairen Wettbewerb auf den liberalisierten Märkten gesorgt werden.
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