Der Automobilzulieferer Continental hat einen radarbasierten Abbiegeassistenten entwickelt, mit dem schwere Nutzfahrzeuge nachgerüstet werden können.
Gutes Wetter, aber auch die Angst vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus in öffentlichen Verkehrsmitteln, haben laut dem Mobiliätsreport des Bonner Institut für angewandte Sozialwissenschaft (Infas) zu mehr Fuß- und Radverkehr geführt. Gleichzeitig kam es zuletzt wieder vermehrt zu schweren Unfällen mit Fußgängern und Radfahren durch rechtsabbiegende Lkw – meist mit tödlichem Ausgang. Warnsysteme in den Lastwagen sollen dazu beitragen, die Sicherheit für schwächere Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr zu erhöhen.
Aus diesem Grund gilt für Lang-Lkw von bis zu 25 Metern Gesamtlänge künftig verpflichtend die Ausstattung mit einem elektronischen Abbiegeassistent, der Fahrer akustisch vor einer Kollision mit Radfahrern warnt. Zusätzlich müssen mitblinkende Seitenmarkierungsleuchten angebracht sein. Neue Fahrzeuge müssen diese Ausstattungsmerkmale ab dem 1. Juli besitzen, für ältere Modelle gibt es eine zweijährige Übergangsfrist. Das Hannoveraner Technologieunternehmen Continental hat deshalb jetzt einen Nachrüstsatz auf den Markt gebracht. „Die Sicherheit von schwächeren Verkehrsteilnehmern zu erhöhen ist eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, so Gilles Mabire, Leiter des Geschäftsbereichs Commercial Vehicles & Services bei Continentale, einer Unternehmensmeldung zufolge.
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