Diskussion dauert seit 2015 an
Bereits im Jahr 2015 wurden die ersten Pläne für eine Pkw-Maut vorgestellt. 500 Millionen Euro extra sollte die Maut pro Jahr bringen. Allerdings gab es von Anfang an sowohl rechtliche, als auch tatsächliche Zweifel an den Plänen.
In tatsächlicher Hinsicht erntete die Maut unter anderem Kritik von den Grünen: Die errechneten Mehreinnahmen basieren nämlich auf 17 Jahre alten Daten. „Die Maut würde uns jährlich bis zu 155 Millionen Euro kosten, die Grenzregionen extrem belasten und unsere europäischen Nachbarn ohne Not verärgern", hatte Anton Hofreiter laut dem Spiegel noch am Montag zur Augsburger Allgemeinen gesagt.
Auch aus rechtlicher Sicht war das Projekt alles andere als sicher: So äußerte die EU-Kommission Zweifel an den Plänen, die ursprünglich noch unter Alexander Dobrindt (CSU) entwickelt wurden. Dass die abgeänderte Version nun ebenfalls an den europarechtlichen Hürden gescheitert ist, dürfte für seinen Nachfolger Andreas Scheuer (ebenfalls CSU) ein herber Rückschlag sein. Trotz zahlreicher Bedenken wurden bereits Gelder in Beratungen investiert. Außerdem wurden auch schon Aufträge für das Betreiben der Mautstationen vergeben.
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