Die hiesigen KEP-Dienstleister stehen aktuell im öffentlichen Kreuzfeuer. Nun haben sich verschiedene Vertreter aus der Politik zu Wort gemeldet und fordern die Ausweitung der Nachunternehmerhaftung auch auf die Paketbranche. Unterdessen hat Hermes in einem öffentlichen Statement Stellung zu den Vorwürfen bezogen.
Die deutschen Logistiker haben es aktuell nicht leicht. In den letzten Wochen machten die KEP-Dienstleister mehr als einmal mit negativen Schlagzeilen von sich Reden. Bei einer großangelegten Razzia Mitte Februar in ganz Deutschland konnten mehrere Hundert Fälle von Mindestlohnverstößen und Leistungsbetrug festgestellt werden, auch wurden mehrere Verfahren wegen der illegalen Beschäftigung von Ausländern eingeleitet. Auf diese aufgedeckten Missstände hat jetzt auch Verdi reagiert. Der Gewerkschaftschef Frank Bsirske warf den Unternehmen „mafiöse Strukturen“ vor, besonders die zu langen Arbeitszeiten und geringen Löhne sind dem Verdi-Chef ein Dorn im Auge. Seine Forderung, eine Nachunternehmerhaftung auch bei Paketdiensten einzuführen, fand nun auch in der Politik Unterstützung.
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