Erheben die Zustelldienste über Ostern einen Peak-Zuschlag?

Veröffentlicht: 11.04.2025
imgAktualisierung: 11.04.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
11.04.2025
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Osterhase mit Paket
Canva
Rund um die österlichen Feiertage steigen die Paketmengen traditionsgemäß an. Zu solchen Spitzenzeiten gibt es auch Aufpreise beim Versand.


Neben der Vorweihnachtszeit gehört Ostern zu den sendungsstärksten Zeiten im Jahr. 2024 hatte alleine DHL an nur einem Tag an die neun Millionen Paketsendungen transportiert. Werden solchen Spitzenmengen erreicht, erheben Versanddienstleister oft Peak-Zuschläge, um die Kosten für den erhöhten Zustellaufwand decken zu können. Rund um Weihnachten sind diese Peak-Zuschläge Standard, aber wie sieht es eigentlich mit einem Aufpreis rund um Ostern aus?

GLS erhebt Aufpreis im Frühling

Der Logistiker GLS informiert auf seiner Webseite über die Zuschläge während der Saisonzeiten. In diesen Monaten sind die Versandmengen höher als sonst, was zu einem Mehraufwand führt. Dieser zusätzliche Aufwand wird von der GLS „anteilig in Form eines Aufpreises ,Saison‘“ an die Versender weitergegeben. Der Logistiker definiert diese Saisonzeiten aktuell vom 1. April bis 31. Mai sowie vom 1. Oktober bis 31. Dezember. Händler müssen diesen Aufpreis also noch bis Ende Mai – und damit natürlich auch über Ostern –  zahlen.

Peak-Zuschläge bei DHL, Hermes und Co.

Neben GLS erheben auch andere Zustelldienste Peak-Zuschläge, aber hauptsächlich in der Vorweihnachtszeit:

  • DHL erhebt in der Regel vom 1. November bis 31. Dezember einen Peak-Zuschlag von 0,19 Euro pro Sendung für Geschäftskunden, um die höheren Kosten in der Vorweihnachtszeit besser zu verteilen. ​Zusätzlich hat der Logistiker erst diese Woche bekannt gegeben, eine Extra-Gebühr für zwei Wochen rund um den Black Friday und Cyber Monday zu erheben.
  • Hermes führt in den Monaten Oktober bis Dezember einen Peak-Zuschlag für Geschäftskunden ein. Die genaue Höhe wird aus Wettbewerbsgründen allerdings nicht öffentlich gemacht. ​
  • DPD erhebt vom 1. November bis zum 23. Dezember einen Peak-Zuschlag, dessen Höhe individuell je nach Versandstruktur des Kunden festgelegt wird. ​
  • GLS erhebt zwischen dem 1. Oktober bis 31. Dezember einen Saisonzuschlag, um den Mehraufwand an die Versender weiterzugeben.
  • UPS führte vom 9. September 2024 bis zum 31. Januar 2025 temporäre Demand-Zuschläge für große Pakete und Sendungen mit zusätzlicher Handhabung ein. ​Es kann also davon ausgegangen werden, dass es auch in diesem Jahr einen ähnlichen Peak-Zuschlag gibt.
     
Veröffentlicht: 11.04.2025
img Letzte Aktualisierung: 11.04.2025
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3 Kommentare
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hasi
14.04.2025

Antworten

Ich bin Kleinunternehmer und eigentlich Rentner und werde,da meine Ümsätze auf das Jahr gerechnet ehr zu hoch sind meine Tätigkeit vor solchen Feiertagen auf Eis legen und Ferien machen. Wo sind wir nur gelandet.Sonderzuschläge für zu viel Arbeit? Was für eine Schande. Sorry ich weiß das kann nicht jeder.Aber??? Wir sollten es eigentlich tuhen!!!!
K.I
14.04.2025

Antworten

Meinung: Die Trump und Musk Mentalität setzt sich anscheinend mit rasender Geschwindigkeit weltweit durch? Frei nach dem Motto: Jedem das Seine, mir das Meiste. Armes Deutschland!
meret
14.04.2025

Antworten

unglaubliche frechheit, denn die lieferungen bleiben trotzdem genau so schlecht und eben noch schlechter als sonst, was dann ja wiederum mit dem "peak" begründet wird, dh., der aufpreis kommt natürlich NICHT dem kunden zugute - und SCHON GAR NICHT den notorisch und bewusst unterirdisch bezahlten, zum unternehmerischen profit missbrauchten, rücksichtslos verschlissenen mitarbeitern und fahrern der paketdienste. ein jammervolles tal, diese thema...