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Zoll im Einsatz: Großrazzia bei Paketdiensten

Veröffentlicht: 06.05.2026
imgAktualisierung: 06.05.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 1 Min.
06.05.2026
img 06.05.2026
ca. 1 Min.
Paketfahrer mit vollem Transporter
Gorodenkoff / Depositphotos.com
Bundesweite Zollkontrollen treffen die Kurier-, Express- und Paketbranche – im Fokus stehen Mindestlohnverstöße und Subunternehmen.


Mehr als 2.900 Zollbeamte haben am Mittwochmorgen begonnen, Paketzusteller im gesamten Bundesgebiet zu kontrollieren. Die Generalzolldirektion bestätigte, dass die Schwerpunktkontrollen auf Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung in der KEP-Branche abzielen. Kontrolliert wurde vor allem in großen Depots und Verteilzentren. Die Aktion laufe verdachtsunabhängig und soll bis in den Abend andauern.

Überstunden und Ladezeiten werden oft nicht vergütet

Laut Zoll gehören Mindestlohnverstöße zur wiederkehrenden Praxis in der Branche. Eine Sprecherin erklärte, dass Überstunden sowie Zeiten für die Fahrzeugbeladung oder Fahrten zwischen Paketzentrum und erstem Zustellort häufig nicht entlohnt würden. Damit werde der aktuelle gesetzliche Mindestlohn von 13,90 Euro pro Stunde systematisch unterlaufen.

Zusätzlich beobachtet der Zoll den Einsatz von Subunternehmen, unter anderem mit dem Ziel, Sozialversicherungsbeiträge vorzuenthalten und Steuern zu hinterziehen.

Klingbeil: Ausbeutung hat Konsequenzen

Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) betonte, dass der Einsatz zeige, wie entschlossen gegen illegale Beschäftigung vorgegangen werde. „Wer sich auf Kosten der Allgemeinheit bereichert, muss mit Konsequenzen rechnen“, zitiert der Tagesspiegel. Ehrliche Unternehmen hätten das Nachsehen, wenn Mitbewerber Lohnkosten durch illegale Praktiken drückten.

Die Kontrollen vom Mittwoch sind laut einem Sprecher des Kölner Hauptzollamts erst der Auftakt. Im Anschluss werden Geschäftsunterlagen und Lohnfinanzbuchhaltungen der betroffenen Unternehmen geprüft. Erste Ergebnisse erwartet der Zoll Ende der Woche.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 06.05.2026
img Letzte Aktualisierung: 06.05.2026
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

KOMMENTARE
2 Kommentare
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cf
07.05.2026

Antworten

Und als nächstes müsste dann eine unabhängige Wirtschaftsprüfgesellschaft mit Fokus auf Finanzoptimierung bei unserer Bundesregierung einreiten und die Verwendung der Steuergelder einmal auseinandernehmen und konsequent gegen Verschwendung und nicht SMART definierte Förderungen, die keinen finanziellen ROI bringen, vorgehen. Denn wer mit fremdem Geld (der Steuerzahler) umgeht, unterliegt einer besonderen Verantwortung... Aber das bleibt wohl ein Traum...
M.Jagielska
07.05.2026
Die gewählten Politiker passen sich halt immer mehr dem Niveau ihrer Wählerschaft an und die Führung spiegelt letztendlich nur das Bewußtsein der Bevölkerung wider.