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Verdi kündigt Streiks bei der Deutschen Post an

Veröffentlicht: 27.01.2025
imgAktualisierung: 27.01.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 1 Min.
27.01.2025
img 27.01.2025
ca. 1 Min.
Zustellrad der deutschen Post
Serdynska / Depositphotos.com
Auch der zweite Anlauf zu den Tarifverhandlungen zwischen Verdi und der Deutschen Post verlief ohne Einigung. Warnstreiks sind die Folge.


Vergangene Woche fand am 23. und 24. Januar die zweite Verhandlungsrunde zwischen der Gewerkschaft Verdi und der Deutschen Post statt. Beide Parteien verhandeln mal wieder um Anpassungen im Tarifvertrag für die rund 170.000 Beschäftigten des Logistikers. Erneut konnte man sich auf keinen gemeinsamen Nenner einigen, die Positionen von Gewerkschaft und Arbeitgeber liegen zu weit auseinander.

„In den zwei Tagen Verhandlung gab es kaum Bewegung und keine greifbaren Verhandlungsergebnisse“, resümiert die stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführerin Andrea Kocsis in einer Meldung der Gewerkschaft. „Stattdessen heißt es, die Forderungen der Beschäftigten seien nicht finanzierbar. Diese Sichtweise ist für uns nicht akzeptabel.“

Forderungen mit Warnstreiks untermauern

Als Reaktion auf die erneuten gescheiterten Tarifverhandlungen hat Verdi nun Warnstreiks bei den Beschäftigten der Deutschen Post angekündigt. „Unsere Mitglieder werden ihre Antwort mit Warnstreiks in den Betrieben geben. Die Botschaft ist klar: Wir meinen es ernst, und wir sind bereit, für unsere Forderungen zu kämpfen“, so Kocsis.

Wann genau die Streiks durchgeführt werden, dazu hat sich Verdi noch nicht geäußert. Die Gewerkschaft betonte aber, man werde zeitnah über geplante Arbeitsniederlegungen informieren. Die nächsten Tarifverhandlungen sollen am 12./13. Februar 2025 durchgeführt werden.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 27.01.2025
img Letzte Aktualisierung: 27.01.2025
Lesezeit: ca. 1 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
2 Kommentare
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Robert
29.01.2025

Antworten

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Streiks. Doch sobald unbeteiligte Dritte darunter leiden, halte ich diese Streikmaßnahmen für völlig fehl am Platz. In solchen Fällen wirkt es eher wie eine Erpressung der Unternehmen. Flughäfen, Bahnverkehr – wie oft wurden sie schon bestreikt, und am Ende zahlt der Fahrgast die Zeche in Form von Gebühren und immer schlechter werdenden Service. Bei der Deutschen Post sieht es ähnlich aus: Wenn sie nachgibt, tragen letztlich alle die Kosten. Ob die Mitarbeiter dadurch tatsächlich bessere Löhne erhalten, ist fraglich. Stattdessen könnte es passieren, dass die Deutsche Post Personal abbaut oder günstigere Arbeitskräfte einstellt (Billigere Arbeitnehmer findet man immer und dies wird sich nie ändern). Oft führt es langfristig nur zu Einsparungen, indem Bereiche ausgelagert oder Stellen gestrichen werden und der Service noch miserabler wird, als er ohnehin schon ist – ein endloser Kreislauf. Diese Art von Streikerei bringt am Ende wenig, außer dass die Streikkassen gefüllt werden. Warum nicht mal ohne äußeren Druck streiken und sehen, wie weit man kommt? Doch genau da zeigt sich oft: Das Verhandlungsgeschick der Gewerkschaften ist eigentlich das Mangelhafte und nicht das der Unternehmer wie oft von Medien zu Unrecht dargestellt. Wegen eines Streiks möchte ich trotzdem meine Geschäftspost, meine Paketanlieferungen usw. pünktlich erhalten, denn ich habe mit den internen Streitereien und Bequemlichkeitsforderungen irgendwelcher Mitarbeiter der Deutschen Post nichts am Hut, aber genau das nutzt die Gewerkschaft schamlos aus - vielen Dank auch dafür.
K.I
28.01.2025

Antworten

Meinung: so wie Verdi seit Jahren Streiks in Deutschland vorantreibt und seine exorbitanten Forderungen durchdrücken will fühlen sich die Firmen nur noch erpresst! Wir haben das Gefühl das die Verdi Verantwortlichen im Grunde genommen nur ihren warmen und lukrativen Sessel schützen! Augenmaß ist für Verdi "Mitarbeiter" ein unbekanntes Wort. Wenn dann Firmen aus Deutschland abwandern wird wieder gestreikt und mit völligen Unverständnis reagiert!?