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Teurer Weihnachtsversand: So reagieren Händler auf die neuen DHL-Zuschläge

Veröffentlicht: 07.10.2025
imgAktualisierung: 07.10.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 2 Min.
07.10.2025
img 07.10.2025
ca. 2 Min.
Frau verziert Pakete mit Schleife
Anna_Os / Depositphotos.com
Neben dem regulären Peak-Zuschlag führt die DHL in diesem Jahr eine weitere Extra-Gebühr ein. Für Händler eine zusätzliche Belastung.


Die umsatzstarke Weihnachtszeit wird für Händler in diesem Jahr durch allerlei zusätzliche Gebühren getrübt. So erhebt Amazon ab dem 15. Oktober einen Peak-Zuschlag für Fulfillment-by-Amazon-Sendungen und auch die Logistiker GLS und DHL setzen auf saisonale Aufschläge.

Beim Marktführer DHL kommt es sogar zu zwei Zuschlägen, die gleichzeitig erhoben werden. Neben dem regulären Peak-Zuschlag, der für Geschäftskunden in der Zeit vom 1. November bis 31. Dezember 19 Cent je Paket mehr bedeutet, kommt nun auch noch neu der Peak-in-Peak-Zuschlag hinzu: Vom 24. November bis zum 7. Dezember – also rund um Black Friday und Cyber Monday – wird eine Extragebühr von 50 Cent pro Paket erhoben. In Summe bedeutet das also für Händler eine Zusatzbelastung von 69 Cent in der sendungsreichen Weihnachtszeit.

Umfrage zeigt gemischte Stimmungslage

Wie aber gehen die Händler mit den zusätzlichen Kosten um? Eine Umfrage im Sellerforum zeigt jetzt zumindest ein kleines Stimmungsbild der Verkäufer. So wollen die meisten Händler in dieser Zeit die DHL meiden und stattdessen auf einen anderen Versanddienstleister setzen. Allerdings ist der Bonner Konzern nicht der einzige mit einem Peak-Zuschlag. Auch GLS hat bereits eine zusätzliche Black-Week-Gebühr bestätigt. Spekulationen zufolge soll auch Hermes bald einen Zuschlag einführen.

Andere Händler operieren in der Zeit nach dem Motto „Augen zu und durch“ und werden an ihren Versandprozessen trotz der Zusatzkosten nichts ändern. Laut der Umfrage will ein kleiner Teil der Händler seine DHL-Sendungen verschieben und zu anderen Zeiten verschicken. Da die Extra-Gebühren allerdings in die Zeit rund um den Black Friday und Cyber Monday fallen, dürfte diese Option nur schwer umzusetzen sein, es sei denn, die Händler wollen auf die Schnäppchentage grundsätzlich verzichten. Außerdem gaben ein paar Händler an, in dieser Zeit ebenfalls die Versandkosten anzuheben und somit die Mehrbelastung an die Kunden weitergeben zu wollen.

Wie reagiert ihr auf die Extra-Gebühren? Nehmt ihr ebenfalls Anpassungen vor oder wird der Versand wie gehabt ablaufen? Lasst es uns gerne in den Kommentaren wissen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 07.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 07.10.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
9 Kommentare
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HB
21.11.2025

Antworten

Wer sich das jetzt gefallen lässt, zahlt nächstes Jahr 1 € mehr. Wir werden in der Zeit mit anderen Anbietern verschicken und ab Januar will man auch uns die Monatsgebühr berechnen, dann kündigen wir den Vetrag ohnehin auf
Swen
08.10.2025

Antworten

Wir machen es ganz einfach, keine Paketlabelerstellung vom 24/11 bis 07/12 Shop wird auf Urlaub gestellt, mit entsprechendem Vermerk "Bestellungen sind möglich, Versand wieder ab 08.12." das klappt wunderbar, unsere Kunden ballern uns auch in jedem Urlaub mit Bestellungen zu, wenn es klar kommuniziert wird ab wann wieder geliefert wird ist das kein Problem .... die Next-Day-Spinner sind zum Glück nicht unsere Zielgruppe ;-)
KB
08.10.2025

Antworten

Wir haben die Schnauze ehrlich gesagt voll. Die Preispolitik wird immer absurder – steigende Kosten bei gleichzeitig stetig schlechter werdendem Service und längeren Laufzeiten. In diesem Jahr haben wir sogar ein Schreiben mit Preiserhöhungen von bis zu 25 % erhalten. Damit war das Fass endgültig voll. Wir sind auf GLS umgestiegen – ja, auch dort gibt es Peak-Zuschläge (die wir in der Peakzeit aber umlegen), aber unser dreimonatiger Test hat klar gezeigt: Zustellungen sind deutlich schneller als bei DHL Laufzeitreklamationen, Beschädigungen und „Nicht zugestellt“-Meldungen sind spürbar zurückgegangen Rücksendungen haben sich reduziert, weil Pakete nicht mehr „an jeder Ecke“ abgegeben werden können Unterm Strich: Besserer Service bei günstigeren Preisen – für uns passt das. Die Kündigung bei DHL ist bereits raus. Man hat zwar noch versucht, uns mit Versprechen von „besserem Service“ und „optimierter Infrastruktur“ zu halten, aber die Entscheidung war längst gefallen. Früher hat man noch in den sauren Apfel gebissen, weil DHL einfach mit zu den besten Zustellern gehörte und die Kundenzufriedenheit beim Kauferlebnis deutlich höher war. Heute: gefrustete Kunden, gefrustete Händler – bei schlechterem Service und höheren Kosten.
Andreas
08.10.2025

Antworten

Das DHL den Peak-in-Peak-Zuschlag für alle Händler einführt ist doch gesetzeswidrig, wer keine Black-Friday oder Cyber-Monday-Rabatte anbietet und auch keine Werbung dafür macht kann dafür doch nicht zur Kasse gebeten werden ! Gibt es da keine Rechtsmittel gegen ?
KI
08.10.2025

Antworten

Meinung: Gründe weshalb Händler und Kunden von DHL ausgenommen werden: Wachstumsziel: Bis 2030 strebt DHL ein Umsatzwachstum von 50 % an, ausgehend von 2023 DHL Group Stellenabbau in Deutschland im Jahr 2025: 8.000 Stellen. Frank Appel (ehemaliger CEO): 38,57 Millionen Euro für seine Restzeit bis Mai 2023. Melanie Kreis (CFO): Knapp 5 Millionen Euro. Grausamkeiten: Der nagt jetzt am Hungertuch! Was verdient ein DHL-Vorstand? Tobias Meyer, DHL Group: 2,4 Mio. Unter seiner Führung verbuchten DHL und die Deutsche Post im vergangenen Jahr einen Gewinneinbruch. Das spiegelt sich auch in seinen Boni wider: Insgesamt sank seine Vergütung um 40 Prozent, von 4,1 auf 2,4 Mio. Euro. TOP Manager Deutschland!
Manuel
08.10.2025
Danke dir KI für diesen Post... das muss einfach jeder wissen... die Frage ist wo das endet!? Nächstes Jahr 5€ Zuschlag pro Paket!?
Sjaak
08.10.2025
DHL testet aus, wie weit sie gehen können. Mangels echter Alternativen haben sie Marktmacht, doch das wird sich früher oder später rächen. DHL tut sich damit keinen Gefallen: Viele verbinden das Unternehmen bereits negativ. Ich glaube an Karma—irgendwann kommt es zurück, vielleicht nicht dieses oder nächstes Jahr, aber spätestens nach 2030.
Uwe David
07.10.2025

Antworten

Speziell DHL lebt den Raubtierkapitalismus vor: immer höhere Preise bei inzwischen grottenschlechtem Service. Denen reichen 3 Milliarden Unternehmensgewinn nicht. Wer mit denen noch verschickt, fördert diese Gier noch...
cf
07.10.2025

Antworten

Bei uns fallen die Black-week-Rabatte einfach etwas niedriger aus. Wo früher noch bei einzelnen Artikeln bis zu 25% Rabatt drin waren, sind es jetzt halt nur noch 20%. Aber egal wierum man es dreht (Rabatt runter, Versandkosten rauf, etc.) - zahlen muss es letztlich doch der Kunde