Staat soll Anteile an der Deutschen Post abgeben

Veröffentlicht: 13.02.2025
imgAktualisierung: 13.02.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 1 Min.
13.02.2025
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Noch immer hält der Bund Anteile an der Post. Diese sollen verkauft und das Geld investiert werden, so die Monopolkommission.


Über die Staatsbank KfW hält der Bund Anteile an verschiedenen deutschen Unternehmen. Dazu zählen die Telekom und die Deutsche Post. Während der Staat an der Deutschen Telekom 27,8 Prozent – davon 14 Prozent über die KfW – innehat, belaufen sich die Anteile beim Bonner Logistiker auf 16,5 Prozent. Geht es nach der Monopolkommission, soll die Regierung ihre Anteile an beiden börsennotierten Unternehmen aufgeben und komplett aussteigen.

„Es ist jetzt die richtige Zeit gekommen für eine vollständige Privatisierung von Telekom und Post. Das wäre auch für den Wettbewerb gut“, so der Kommissionsvorsitzende Tomaso Duso beim Spiegel mit Verweis auf die Süddeutsche Zeitung.

Milliardenerlös soll in die Infrastruktur fließen

Mit dem Verkauf der Anteile könnte man laut Duso verstärkt in die Infrastruktur investieren. Aktuell liegt der Marktwert der Aktienpakete bei mehr als 30 Milliarden Euro. Neben der Deutschen Post und der Telekom hat sich die Monopolkommission auch die Deutsche Bahn vorgeknöpft und spricht sich klar für eine Aufspaltung des Konzerns aus. Eine solche Reform könnte die aktuellen Probleme des Unternehmens lösen und zusätzlich für mehr Wettbewerb sorgen.

Entscheidungsbefugnis hat die Kommission nicht, sondern kann lediglich die Bundesregierung in Wettbewerbsfragen beraten.

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Veröffentlicht: 13.02.2025
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6 Kommentare
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ralf
16.02.2025

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Ich finde, der Staat soll den privatisierten Teil zurückholen und die Post wieder komplett staatlich machen. Denn als diese noch staatlich war, war die Post billiger, zuverlässiger und schneller und auch für die angestellten angenehmer und stressfreier. Diese war nicht gezwungen Milliarden Gewinne zu machen und diese immer weiter zu vergößern, eine schwarze Null hat gereicht. Nun wird praktisch jedes Jahr das Porto erhöht, die Umlaufzeiten verlängert wie zur Zeit der Postkutschen und immer mehr Sendungen kommen erst gar nicht an. Und vor allem war die Post umwelfreundlicher. Ich erinnere mich noch als früher der Postbote mit dem Fahrrad mit zwei große Taschen die hinten am Gepäckträger montiert waren, von Haus zu Haus fuhr und gemütlich die Briefen in die Briefkasten warf und ab zu mal ein kurzen schnwätzchen hielt. Heute brummt das Postauto wie auf dem Nürnburgring durch die Straßen, der Postbote springt aus dem laufenden voll mit Post gefüllten Auto (und das bei angeblich gesunkener Briefmenge) und marschiert im Schnellschritt zum Briefkasten. Ich habe heute das Gefühl, es geht nicht mehr darum ein Produkt oder Dienstleistung so effizient wie möglich zu machen, sondern nur noch darum, ein Produkt oder Dienstleistung so billig wir nur möglich zumachen. Nicht mehr Gewinnmaximierung durch Verbesserung, sondern Kostenminimierung durch Verschlechterung bei gleichzeitiger Preisteigerungen lautet heutzutage die Devise.
cf
20.02.2025
Volle Zustimmung - Arbeit ist für Menschen da und nicht andersherum
Speca
14.02.2025

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Aber der Staat kann es nicht!!
cf
17.02.2025
Daher gibt es beispielsweise gemeinnützige Stiftungen :-)
cf
14.02.2025

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Meinung: Es gibt aus meiner Sicht Bereiche die nicht privatisiert und damit geldgierigen Investoren geöffnet werden sollten, bzw. in denen es wieder rückgängig gemacht werden sollte. Hierzu gehören Post, Gesundheitswesen und Altenpflege. Wenn in diesen Bereichen nicht mehr immer höhere Gewinne aufgrund von investoren erzielt werden müssen, sondern sie sich "nur" selber tragen müssen, dann könnten die Preise wieder auf ein angemessenes Maß sinken, gleichzeitig die Mitarbeiter trotzdem gut bezahlt werden und alle sind zufrieden. Es spricht ja nichts dagegen, dass es zusätzlich auch private Anbieter gibt, aber die Grundversorgung sollte verpflichtend gewinnneutral sein. Wenn die vielen Milliarden, die derzeit von Investoren z.B. im Pflegebereich eingestrichen werden, einmal aufgewendet würden um gemeinnützige Stiftungen zu gründen, dann wären die Sozialkassen vermutlich schnell entlastet. Und keine Angst: die Investoren finden schon etwas neues auf das sie sich stürzen können ;-)
Peter
14.02.2025

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Ich verstehe nicht, wieso sie grundlegendsten Versorgungseinrichtungen privatisiert wurden. Alles wird immer teurer und die Gewinne versacken in den Chefetagen. Staatliche Unternehmen bzw. Eigenbetriebe sind nicht auf Gewinn ausgerichtet, sondern auf Kostendeckung und Rücklagen für Instandhaltung und Modernisierung. Wenn der Bund gar keine Anteile hat, wer hat dann noch Einfluss, wohin die Gewinne fließen und worin tatsächlich investiert wird?