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Erneute Preiserhöhung bei DHL: So reagieren die Händler

Veröffentlicht: 21.10.2025
imgAktualisierung: 21.10.2025
Geschrieben von: Corinna Flemming
Lesezeit: ca. 3 Min.
21.10.2025
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ca. 3 Min.
DHL-Pakete
Belish / Depositphotos.com
Spekulationen gab es bereits, nun folgte die Bestätigung: 2026 werden die Preise bei DHL erneut angehoben. Das sagen die Kunden dazu.


Für DHL-Kunden stehen zwei teure Monate bevor: Neben dem Peak-Zuschlag, der im November und Dezember erhoben wird, kommt in diesem Jahr erstmals ein weiterer Peak-in-Peak-Zuschlag hinzu. Rund um den Black Friday und Cyber Monday werden für zwei Wochen zusätzlich 50 Cent pro Paket fällig. Wer gedacht hat, dass es nach der Weihnachtszeit mit den Preisen wieder nach unten geht, wurde jetzt allerdings eines Besseren belehrt: Die DHL Group hat offiziell bestätigt, ab dem 1. Januar 2026 die Preise für Geschäftskunden erneut anheben zu wollen.

Die Ankündigung folgt auf ein Jahr mit zahlreichen Gebührenanhebungen: 

Händler verärgert über weitere DHL-Preiserhöhung

Wenig überraschend löste die Neuigkeit bei den Händlern einen Sturm der Entrüstung aus. Viele Geschäftskunden wollen die neuen Preise nicht zahlen und ziehen stattdessen ein Wechsel zu einem anderen Dienstleister in Betracht:

„Wir haben inzwischen komplett gewechselt – eine Preiserhöhung von rund 25 % beim DHL-Kleinpaket und gleichzeitig immer schlechterer Service waren für uns einfach nicht mehr tragbar.“

„Wow...DHL hat auch unseren Warnhinweis nicht ernst genommen....nachdem wir von 3,95 Euro netto pro Paket auf nun 5,60 pro Paket innerhalb von wenigen Monaten hochgestuft wurden, ist nun endlich Schluss damit...diese maßlose Preistreiberei ist das Ende von DHL...das kann ja nur im Desaster enden.“

„Ist ja nicht nur die Preiserhöhung ab Januar, dazu kommt noch Maut und Co2 Zuschlag, Energiezuschlag, Peak Zuschlag und Peak in Peak Zuschlag..“

„Eine erneute Preiserhöhung wird aber auf jeden Fall dazu führen das ich mich nach einem anderen Versandunternehmen umsehen werde. Denn was DHL in den letzten 12 Monaten abliefert ist gelinde gesagt eine Frechheit.“

„Gefühlt alle 4 Monate kommt eine Preiserhöhung. So langsam wird es Zeit sich nach Alternativen umzusehen.“

Schlechter Service sorgt für Unverständnis

Was viele Kunden besonders ärgert, sind neben den gestiegenen Preisen der teilweise sehr schlechte Service. Bereits in den Sommermonaten kam es in vielen Regionen Deutschlands zu Verspätungen, sowohl bei Briefsendungen als auch bei Paketen. Wenn schon höhere Kosten, dann doch bitte auch für einen guten Service, so der Tenor in vielen Kommentaren.

„Die angebotenen Services werden immer schlechter, Laufzeiten immer länger, immer mehr Optionen werden angeboten, die, wie ich vermute, kein Mensch braucht. Die Preise machen viele Sendungen unattraktiv. Wir versenden mittlerweile halb soviele Pakete oder noch weniger und das zunehmend mit konkurrierenden Anbietern. Vielleicht kommen wir zurück, aber dann müssen Services, Laufzeiten und Kundenfreundlichkeit auf eben so hohem Niveau sein, wie die geforderten Preise.“

„DHL kriegt den Hals nicht voll. Immer höhere Preise bei immer schlechterem Service. Diese Gier widert mich an...“

„Ärgerlich finde ich die Preisverschleierung durch zig Zuschläge (Treibstoff, Peak, Peak in Peak, Zwangsbuchung GoGreen, neuerdings Abo-Modell). Die absoluten Kosten betreffend muß sich halt jeder entscheiden, ob er bei DHL bleibt oder wechselt. Ich beobachte ebenfalls, daß die Zustellqualität deutlich schlechter wird.“

Auch der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevh) hat sich zu den geplanten Preissteigerungen geäußert. „DHL ist seit jeher ein wichtiger Dienstleister für deutsche Online- und Versandhändler“, heißt es von Martin Groß-Albenhausen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des bevh. „Die Partnerschaft leidet jedoch zunehmend unter mangelnder Verlässlichkeit: Vereinbarte Preise werden wiederholt im Jahr erhöht, Leistungen gekürzt oder durch Zuschläge wie Peak- und Peak-Peak-Zuschläge verteuert. Diese Kosten werden allen auferlegt, auch denen, die in den entsprechenden Zeiträumen keine höheren Aufliefermengen haben.“

Ob es tatsächlich zur großen Kündigungswelle kommt, bleibt abzuwarten. Denn Fakt ist auch, dass die DHL Group nach wie vor Platzhirsch am deutschen Paketmarkt ist und sich die Konkurrenz rund um Hermes, DPD und Co. in den nächsten Jahren ordentlich strecken muss, um auch nur annähernd an den Bonner Logistiker heranzukommen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.10.2025
img Letzte Aktualisierung: 21.10.2025
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Corinna Flemming

Corinna Flemming

KOMMENTARE
6 Kommentare
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Marcel
27.10.2025

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Es ist erstaunlich, wie konsequent DHL seine eigenen Geschäftskunden verprellt. Immer neue Zuschläge, ständig steigende Preise – aber die Leistung wird schwächer. Zustellprobleme, verlorene Pakete, unzuverlässige Fahrer, chaotische Abläufe. Man gewinnt den Eindruck, dass man hier versucht, ein marodes System mit immer neuen Gebühren am Leben zu halten. Viele Händler haben längst die Reißleine gezogen – nicht aus Trotz, sondern aus purer Vernunft. Wer jedes Jahr gleich mehrfach zur Kasse gebeten wird und dafür noch längere Laufzeiten und mehr Reklamationen bekommt, sieht irgendwann keinen Grund mehr, loyal zu bleiben. Die DHL hat offenbar vergessen, dass Verlässlichkeit wichtiger ist als Gewinnmaximierung. Wer den Mittelstand so behandelt, der sägt langfristig am eigenen Ast.
Us
22.10.2025

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Hab bei der letzten Preiserhöhung bei DHL gekündigt. Hätte ich schon früher machen sollen, hätte ich viel Geld sparen können
MG
21.10.2025

Antworten

Wir haben den Paketversand mit DHL gekündigt, vor allem weil es zunehmend Probleme mit verlorenen Paketen gab und weitere Probleme die ich hier nicht ansprechen werde aber dem DHL hat es ausgeklingelt.
cf
21.10.2025

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Warum gibt es hierzu eigentlich keine EU-Verordnung? Wenn die EU den EU-weiten Handel beleben will, dann sollten sie mal mit den Paketdienstleistern sprechen. In China funktioniert das komischerweise sehr gut - wie die das wohl machen? :-)
FU
22.10.2025
Bitte keine EU Verordnungen mehr. Die machen alles nur sinnlos kompliziert und sorgen für mehr Arbeit als nötig....klappt in anderen Bereichen ja auch so wunderbar mit der EU.
Marcel
27.10.2025
Der Markt regelt genau das. Staatliche Eingriffe haben noch nie für effizientere Abläufe gesorgt, sondern immer nur neue Bürokratie geschaffen. Wer seine Preise überzieht und den Service gleichzeitig abbaut, verliert automatisch Kunden – ganz ohne EU-Verordnung. DHL wird nicht durch Brüssel korrigiert, sondern durch den Markt. Und wenn genug Händler Konsequenzen ziehen, erledigt sich die Preispolitik von allein.