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Online-Handel treibt Paketvolumen: Mehr Sendungen, mehr Kostendruck

Veröffentlicht: 24.06.2026
imgAktualisierung: 24.06.2026
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
24.06.2026
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ca. 2 Min.
Amazon-Pakete im Regal
jetcityimage2 / Depositphotos.com
Der deutsche Paketmarkt ist 2025 weiter gewachsen, aber: Die Belastung der Branche steigt schneller als der Umsatz.


Der deutsche Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) ist 2025 erneut gewachsen, allerdings mit spürbar geringerem Tempo als in den Vorjahren. Das zeigt die KEP-Studie 2026 des Bundesverbandes Paket- und Expresslogistik (BPEX).

Das Sendungsvolumen stieg 2025 um 1,8 Prozent auf insgesamt 4,37 Milliarden Sendungen – ein Plus von 80 Millionen Sendungen. Im Jahr zuvor war der Zuwachs mit 115 Millionen Sendungen noch fast doppelt so hoch. Der Gesamtumsatz der Branche legte um 2,6 Prozent auf rund 28,4 Milliarden Euro zu.

Schwache Wirtschaft, schwaches Wachstum

Ursache für das schwächere Wachstum ist laut Studie die anhaltend schwache Binnenkonjunktur und Außenwirtschaft in Deutschland. Die Marktsegmente entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich: Während das Volumen bei Geschäftskunden-Sendungen (B2B) um 0,3 Prozent sank und das klassische B2C-Geschäft wegen der Konsumzurückhaltung privater Haushalte nur noch um 0,6 Prozent zulegte, verzeichnete der Markt bei Sendungen zwischen Privatpersonen (C2C) ein zweistelliges Plus. Der langfristige Trend hin zum Privatkunden-Segment setzt sich damit fort.

Neuer Kostenindex zeigt wachsenden Druck

Erstmals untersucht die KEP-Studie auch die realen Kostenstrukturen der Branche in einem eigenen Kostenindex. Das Ergebnis: Die nominalen Umsatzsteigerungen der vergangenen Jahre liegen deutlich unter den Kostensteigerungen bei zentralen Faktoren wie Energie, Kraftstoff, Maut und Personal. Diese Mehrkosten können die Unternehmen nach Angaben der Studie nur teilweise weitergeben und kompensieren.

„Die weltweite Lage beeinflusst die KEP-Branche unmittelbar. Gleichzeitig schultern die Unternehmen steigende Kosten und bewältigen eine Flut an Regulierungen“, so BPEX-Vorsitzender Marten Bosselmann. Vom Gesetzgeber fordert er spürbar sinkende Kosten, weniger Bürokratie und Regulierung sowie mehr Planungssicherheit und bessere Bedingungen für Investitionen in Digitalisierung, Automatisierung und nachhaltige Infrastruktur.

Mehr Beschäftigung, mehr Steueraufkommen

Trotz des angespannten wirtschaftlichen Umfelds baute die Branche 2025 weiter Personal auf: Die Beschäftigtenzahl stieg um 1,4 Prozent auf rund 270.000 Menschen, das entspricht etwa 3.700 neuen Stellen. Der Steuereinnahmeeffekt der KEP-Branche belief sich der Studie zufolge 2025 auf 4,2 Milliarden Euro. Der Verband betont zudem die Rolle der Branche als Arbeitgeber für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Qualifikation.

Ausblick bis 2030

Für die kommenden Jahre rechnet der BPEX trotz aktueller wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten weiterhin mit moderatem Wachstum: Bis 2030 soll das Sendungsvolumen im Schnitt um 3,1 Prozent pro Jahr steigen und rund 5,08 Milliarden Sendungen erreichen.

Artikelbild: https://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 24.06.2026
img Letzte Aktualisierung: 24.06.2026
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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