Online-Handel treibt Paketbranche, aber B2B geht zurück: Branche fordert Bürokratieabbau

Veröffentlicht: 19.06.2025
imgAktualisierung: 19.06.2025
Geschrieben von: Christoph Pech
Lesezeit: ca. 2 Min.
19.06.2025
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Mehrere Päckchen werden auf einem Tisch gepackt
makistock / Depositphotos.com
Der Online-Handel treibt den Paketmarkt. Während B2C-Sendungen zulegen, geht das B2B-Geschäft zurück. Hier ist auch die Politik gefordert.


Das Sendungsvolumen in Deutschland ist 2024 auf die Rekordmarke von 4,29 Milliarden gestiegen – ein Zuwachs von 2,8 Prozent bzw. 115 Millionen Sendungen im Vergleich zum Vorjahr. Der Gesamtumsatz stieg dabei um 4,1 Prozent auf 27,6 Milliarden Euro. Die Paketbranche bleibt damit einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren des Landes. Verantwortlich dafür ist vor allem der Online-Handel, der den Kurier-, Express- und Paketmarkt (KEP) treibt.

Der Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BPEX) rechnet bis 2030 mit einem Volumen von 5,19 Milliarden Sendungen. Dies entspräche einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,2 Prozent. Im Jahr 2029 würde so die 5-Milliarden-Marke geknackt werden. Für das Wachstum ist vor allem das Privatkundengeschäft verantwortlich: B2C-Sendungen nahmen 2024 um 5,5 Prozent zu und machen mittlerweile 60 Prozent aller KEP-Sendungen aus.

B2B-Geschäft geht zurück – Politik gefordert

Das B2B-Geschäft befindet sich dagegen in einer schwierigeren Lage. Das Sendungsvolumen von Unternehmen zu Unternehmen hat 2024 um 1,6 Prozent abgenommen. Dies liege laut BPEX vor allem an der schwachen Binnenkonjunktur und -nachfrage. Aber auch rechtliche und bürokratische Vorgaben belasten die Entwicklung. „Um weiterhin Wachstum zu ermöglichen, muss auch die Politik liefern. Das heißt weniger Bürokratie und Regulierung sowie praxisnahe Vorgaben und sinnvolle Berichtspflichten“, fordert Marten Bosselmann, Vorsitzender des BPEX.

Insgesamt sieht Bosselmann die Entwicklung aber positiv: „Das robuste Wachstum von fast drei Prozent ist Ausdruck einer Branche, die sich weiterentwickelt – mit smarten Lösungen, neuen Technologien und einem feinen Gespür für das, was Kundinnen und Kunden heute erwarten: Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und zunehmend auch Nachhaltigkeit.“

Veröffentlicht: 19.06.2025
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Christoph Pech

Christoph Pech

Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.

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