DHL macht Nägel mit Köpfen: Was bereits Mitte Juni über einen internen Hinweis bekannt geworden war, hat der Konzern nun offiziell bestätigt: Kund:innen können anfallende Beträge bei der Zustellung von Sendungen ab Ende Juli 2026 auch bargeldlos bezahlen. Bislang war dafür ausschließlich Bargeld vorgesehen.
Was sich für Empfänger ändert
Betroffen sind drei Zahlungsanlässe an der Haustür: Zoll- und Nachentgelte sowie Nachnahmebeträge. Laut DHL werden dafür künftig Girocard, Kreditkarten sowie mobile Bezahlverfahren per Smartphone oder Smartwatch akzeptiert. Die Zahlung läuft kontaktlos über NFC am Handscanner der Zustellkraft, Bargeld bleibt aber weiterhin als Option bestehen.
Eine Einschränkung gibt es beim Nachnahme-Service: Hier ist aus Sicherheitsgründen ausschließlich die Zahlung mit Girocard möglich. Hintergrund ist das mögliche Rückbuchungsrisiko bei Kreditkarten. Ob es Ausnahmen für einzelne Kartenanbieter geben wird, ist offen.
Stufenweiser Roll-out statt bundesweitem Start
Die neue Bezahlmöglichkeit ist laut DHL bereits in einzelnen Regionen verfügbar und wird in den kommenden Wochen schrittweise ausgeweitet. Einen konkreten Termin für die flächendeckende Einführung nennt das Unternehmen aber nicht.
Nach Unternehmensangaben profitieren auch die Zustellkräfte von der Umstellung: Bargeld muss seltener entgegengenommen und verwaltet werden, wodurch der Zahlungsprozess schneller abläuft. Der ohnehin schon vielseitig genutzte Handscanner – er dient unter anderem zum Scannen und Quittieren von Sendungen, für Zustellhinweise, zum Öffnen von Packstationen und zum Drucken von Paketlabels – bekommt damit eine weitere Funktion.
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Christoph Pech
Christoph schreibt über KI, digitale Innovationen und Payment-Lösungen – immer mit einem Blick auf smarte Technologien.
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