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Neue Maße für Maxibrief 2027 – Kritik von Händlern, Mehrkosten in Sicht

Veröffentlicht: 21.08.2026
imgAktualisierung: 21.08.2026
Geschrieben von: Tina Plewinski
Lesezeit: ca. 3 Min.
21.08.2026
img 21.08.2026
ca. 3 Min.
Neue Formate: DHL Maxibrief in einem Regal
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Ab 2027 schrumpft der Maxibrief von 5 auf 3 Zentimeter Dicke. Was nach einer Formalie klingt, trifft manche Händler mitten ins Portemonnaie.


Ein paar Zentimeter Papphöhe entscheiden künftig darüber, ob eine Sendung als günstiger Brief oder als teureres Paket verschickt wird. Die Deutsche Post passt zum 1. Januar 2027 ihre Briefformate an – und was auf den ersten Blick nach einem technischen Detail aussieht, sorgt in Händlerforen und Kommentarspalten seit einiger Zeit für Diskussionen. Wer bislang Kleinteile, Zubehör oder dünnere Waren im Maxibrief verschickt hat, muss sich auf spürbare Mehrkosten einstellen.

Was sich beim Maxibrief konkret ändert

Bislang durften Maxibriefe bis zu 5 Zentimeter dick sein. Ab 2027 gilt eine harte Grenze von 3 Zentimetern. Außerdem entfallen angepasste Formate, Maxibrief mit Zusatzentgelt (national) sowie Maxibrief International, wie die DHL auf der Übersichtsseite zu den Neuerungen im Briefversand ab 2027 zusammenfasst.

Parallel dazu wird klarer zwischen Dokumenten und Waren getrennt: Alles, was über die Höhe von 3 cm hinausgeht, gehört künftig nicht mehr ins Briefformat, sondern muss als Päckchen, Paket oder Warensendung verschickt werden. Die Zuordnung entscheidet dabei nicht das Gewicht, sondern ausschließlich die Höhe der Sendung.

Portoerhöhung durch die Hintertür

Dass die neuen Maße einen Teil der bisherigen Briefsendungen ins margenstärkere Paketgeschäft verschieben, ist für viele Händler auch der größte Knackpunkt. Denn hier geht es eben nicht nur um eine organisatorische Änderung, sondern eine Änderung mit Auswirkungen auf die Versandkosten. Aus Branchenkreisen ist nicht umsonst von einer „Portoerhöhung durch die Hintertür“ zu hören.

Gerade bei günstigen Waren lohne sich ein Alternativversand über Päckchen oder gar Pakete wirtschaftlich nicht mehr – insbesondere bei höherem Versandaufkommen könnten die Mehrkosten im Fall der Fälle schnell ins Gewicht fallen. Ob Ladekabel und Netzteile, kleine Elektronikersatzteile, Rasierer oder andere kleinformatige Produkte – hier müssen Händler abwägen und planen, wie ein Versand künftig sinnvoll umgesetzt werden kann.

Sendungsverfolgung als Knackpunkt

Die Warensendung gilt vielen als Ausweichoption – allerdings hat sie eine entscheidende Einschränkung: So ist sie zwar deutlich günstiger als Päckchen oder Paket, dafür müssen Händler mit teils deutlich längeren Laufzeiten rechnen. Außerdem berichten Händler etwa, dass Warensendungen trotz aufgedruckter Matrixcode-Marke in der Praxis kaum gescannt werden und damit faktisch nicht nachverfolgbar seien.

Allerdings gibt es auch Stimmen aus der Praxis, die die Aufregung relativieren: So gebe es Anbieter im gewerblichen Bereich, die ohnehin bereits auf Warensendungen umgestiegen seien – demnach sei der Maxibrief eher ein Versandprodukt, das nur in Nischen verwendet würde.

Neue Versandart? Sortimentsanpassung? Wechsel des Zustelldienstes?

Ob Händler tatsächlich betroffen sind oder nicht, dürfte entsprechend je nach Produktfokus und -kategorie sehr unterschiedlich sein. Wer betroffen ist und die Versandkosten nicht auffangen kann, wird sie über kurz oder lang höchstwahrscheinlich an Kundinnen und Kunden weitergeben oder andere Wege finden müssen.

Viele Händler werden nicht umhin kommen, die aktuelle Versandlogistik auf den Prüfstand zu stellen – schließlich gibt es abseits der Deutschen Post bzw. DHL noch weitere alternative Versanddienstleister. Wer entsprechende Produktgruppen im Sortiment hat, könnte außerdem überlegen, einzelne margenschwache Artikel ganz aus dem Sortiment zu nehmen. Zwischen einem Umstieg auf andere Verpackungen, alternativen Zustelldiensten und einer Anpassung des Sortiments gibt es mehrere Stellschrauben. Wichtig dabei ist, frühzeitig zu planen und sich von der Neuerung zum Jahreswechsel nicht überraschen zu lassen.

Bis es allerdings so weit ist, steht zumindest noch das Weihnachtsgeschäft an, in dem die Seller noch die altbewährten Formate verwenden können. Da einige Hersteller hinter den Kulissen bereits die Umstellung in der Produktion planen, bleibt abzuwarten, wie es sich mit der Verfügbarkeit des Maxibriefs entwickelt.

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Veröffentlicht: 21.08.2026
img Letzte Aktualisierung: 21.08.2026
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Tina Plewinski

Tina Plewinski

Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.

KOMMENTARE
3 Kommentare
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oejendorfer
24.08.2026

Antworten

Der Bericht ist zwar nicht schlecht, aber ich möchte ihn ergänzen . Ganz vergessen wurde das preisgünstige Kleinpaket für Händler von DHL. Hier gibt es eine Sendungsverfolgung und auch eine Absicherung der Sendung. Naja, ich glaube auch nicht, das ein Händler ein Ladekabel, wie berichtet, als Paket versendet. - geht meistens mit Großbrief, der ja auf 3 cm in der Höhe erhöht wird. Leider haben wir Händler keine Alternative im Briefsektor durch andere Unternehmen als die Post/DHL Die langsame Warensendung der Post mehmen wir nicht, da es ständig "haue" von ebay wegen der Sendungslaufzeit gibt.
Swen
24.08.2026

Antworten

Da verstehe ich die Aufregung nicht, genau wie bei der Einführung des kleinen 1KG Warenpostpaketes schießt sich die Post hier wieder ins eigene Knie. Bei Einführung des 1KG Paketes gab es nicht mehr Geld für die Post, es fand eine Verschiebung statt, anstatt Paket wurde nun halt per Kleinpaket versendet. ... und hier wird es das gleiche sein, anstatt am Maxibrief mehr zu verdienen wird der überwiegende Teil nun halt Warensendung werden und die Post verdient wieder weniger .... und muß wieder (bei uns kleinen) an der Preisschraube drehen um das abzufedern... Meine Meinung, lasse mich gerne eines besseren belehren :-)
andi
24.08.2026

Antworten

alles gut soweit, aber nicht nur schimpfen. Die Post hat neuerdings bei Päckchen S und Päckchen M bei Onlinefreimachung eine Sendungsverfolgung eingebaut und man bekommt auch einen Einlieferungsbeleg in der Filiale. Gleichzeitig wir auch der Großbrief in Format und Gewicht für Kunden positiv geändert. 3 cm Dicke und bis 1000g. Also nicht immer nur das negative aufzeigen. Dass das Briefporto nun nach 3 Jahren zum Jahresende geplant für 2027 wahrscheinlich auch steigen wird, auch ganz verständlich. Alles wird heute teurer da bleibt das nicht aus.