Ein paar Zentimeter Papphöhe entscheiden künftig darüber, ob eine Sendung als günstiger Brief oder als teureres Paket verschickt wird. Die Deutsche Post passt zum 1. Januar 2027 ihre Briefformate an – und was auf den ersten Blick nach einem technischen Detail aussieht, sorgt in Händlerforen und Kommentarspalten seit einiger Zeit für Diskussionen. Wer bislang Kleinteile, Zubehör oder dünnere Waren im Maxibrief verschickt hat, muss sich auf spürbare Mehrkosten einstellen.
Was sich beim Maxibrief konkret ändert
Bislang durften Maxibriefe bis zu 5 Zentimeter dick sein. Ab 2027 gilt eine harte Grenze von 3 Zentimetern. Außerdem entfallen angepasste Formate, Maxibrief mit Zusatzentgelt (national) sowie Maxibrief International, wie die DHL auf der Übersichtsseite zu den Neuerungen im Briefversand ab 2027 zusammenfasst.
Parallel dazu wird klarer zwischen Dokumenten und Waren getrennt: Alles, was über die Höhe von 3 cm hinausgeht, gehört künftig nicht mehr ins Briefformat, sondern muss als Päckchen, Paket oder Warensendung verschickt werden. Die Zuordnung entscheidet dabei nicht das Gewicht, sondern ausschließlich die Höhe der Sendung.
Portoerhöhung durch die Hintertür
Dass die neuen Maße einen Teil der bisherigen Briefsendungen ins margenstärkere Paketgeschäft verschieben, ist für viele Händler auch der größte Knackpunkt. Denn hier geht es eben nicht nur um eine organisatorische Änderung, sondern eine Änderung mit Auswirkungen auf die Versandkosten. Aus Branchenkreisen ist nicht umsonst von einer „Portoerhöhung durch die Hintertür“ zu hören.
Gerade bei günstigen Waren lohne sich ein Alternativversand über Päckchen oder gar Pakete wirtschaftlich nicht mehr – insbesondere bei höherem Versandaufkommen könnten die Mehrkosten im Fall der Fälle schnell ins Gewicht fallen. Ob Ladekabel und Netzteile, kleine Elektronikersatzteile, Rasierer oder andere kleinformatige Produkte – hier müssen Händler abwägen und planen, wie ein Versand künftig sinnvoll umgesetzt werden kann.
Sendungsverfolgung als Knackpunkt
Die Warensendung gilt vielen als Ausweichoption – allerdings hat sie eine entscheidende Einschränkung: So ist sie zwar deutlich günstiger als Päckchen oder Paket, dafür müssen Händler mit teils deutlich längeren Laufzeiten rechnen. Außerdem berichten Händler etwa, dass Warensendungen trotz aufgedruckter Matrixcode-Marke in der Praxis kaum gescannt werden und damit faktisch nicht nachverfolgbar seien.
Allerdings gibt es auch Stimmen aus der Praxis, die die Aufregung relativieren: So gebe es Anbieter im gewerblichen Bereich, die ohnehin bereits auf Warensendungen umgestiegen seien – demnach sei der Maxibrief eher ein Versandprodukt, das nur in Nischen verwendet würde.
Neue Versandart? Sortimentsanpassung? Wechsel des Zustelldienstes?
Ob Händler tatsächlich betroffen sind oder nicht, dürfte entsprechend je nach Produktfokus und -kategorie sehr unterschiedlich sein. Wer betroffen ist und die Versandkosten nicht auffangen kann, wird sie über kurz oder lang höchstwahrscheinlich an Kundinnen und Kunden weitergeben oder andere Wege finden müssen.
Viele Händler werden nicht umhin kommen, die aktuelle Versandlogistik auf den Prüfstand zu stellen – schließlich gibt es abseits der Deutschen Post bzw. DHL noch weitere alternative Versanddienstleister. Wer entsprechende Produktgruppen im Sortiment hat, könnte außerdem überlegen, einzelne margenschwache Artikel ganz aus dem Sortiment zu nehmen. Zwischen einem Umstieg auf andere Verpackungen, alternativen Zustelldiensten und einer Anpassung des Sortiments gibt es mehrere Stellschrauben. Wichtig dabei ist, frühzeitig zu planen und sich von der Neuerung zum Jahreswechsel nicht überraschen zu lassen.
Bis es allerdings so weit ist, steht zumindest noch das Weihnachtsgeschäft an, in dem die Seller noch die altbewährten Formate verwenden können. Da einige Hersteller hinter den Kulissen bereits die Umstellung in der Produktion planen, bleibt abzuwarten, wie es sich mit der Verfügbarkeit des Maxibriefs entwickelt.
Tipp für Händler
Maxibriefkarton in Weiß – schon ab 0,19 Euro
Sichere dir jetzt unseren weißen Maxibriefkarton im Format 350 x 250 x 50 mm zum attraktiven Sparpreis. Die robuste Wellpappe schützt deine Ware zuverlässig beim Versand, lässt sich im Handumdrehen aufrichten und spart dir wertvolle Zeit im Verpackungsprozess – ideal, wenn bei dir hohe Versandvolumen anfallen.
- Robuste Wellpappe für sicheren Schutz
- Blitzschnell aufgerichtet – spart Zeit im Tagesgeschäft
- Optimal für hohe Versandvolumen
Tina Plewinski
Tina fokussiert sich auf Amazon, Marketingstrategien und digitale Plattformen – inklusive der Schattenseiten wie Online-Kriminalität.
Kommentar schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben
Antworten
Ihre Antwort schreiben