Neuer Negativrekord für die Deutsche Post

Veröffentlicht: 21.07.2025
imgAktualisierung: 21.07.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 2 Min.
21.07.2025
img 21.07.2025
ca. 2 Min.
Zusteller mit drei Paketen in der Hand
AntonMatyukha / Depositphotos.com
Der Frust über verspätete, verschwundene oder beschädigte Sendungen steigt rapide. Branchenprimus DHL steht besonders im Kreuzfeuer.


Verbraucher, die sich über mangelnde Postdienstleistungen beschweren möchten, können dies bei der Bundesnetzagentur tun. Seit einigen Jahren schnellen diese Beschwerden unaufhörlich in die Höhe und haben nun erneut einen neuen Rekord erreicht. In den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres sind 22.981 Beschwerden bei der Behörde eingegangen – ein Anstieg um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Setzt sich der Trend in den kommenden Monaten fort, wird wohl auch der bisherige Jahreshöchstwert von 2024 mit 44.406 Beschwerden eingeholt und übertroffen werden.

Spitzenreiter unter den negativen Bewertungen ist die DHL Group. Auf den Platzhirsch im deutschen Paketmarkt entfallen 89 Prozent der Kritik.

Streiks, Hitzewelle, Krankenstände: So redet sich die DHL raus

Laut dem Bonner Logistiker machen diese Beschwerden nur einen winzigen Teil der Milliarden an zugestellten Sendungen aus, dennoch sei jede Negativmeldung eine zu viel und der Konzern arbeite „täglich an Qualitätsverbesserungen“, wie es von einem Sprecher bei der Morgenpost heißt. Dennoch räumt die DHL Group auch Probleme im ersten Halbjahr des aktuellen Jahres ein. Aufgrund von Warnstreiks zu Beginn des Jahres kam es zeitweise zu Einschränkungen und erheblichen Verzögerungen bei der Zustellung. Auch die Hitzewelle im Juni und die daraus resultierende Reduzierung des Arbeitspensums trugen dazu bei, dass es stellenweise zu Rückständen an bestimmten Standorten kam.

Tausende Stellen gestrichen

Trotz des neuen Negativrekords bei Beschwerden zieht die DHL ihr Vorhaben, 8.000 Stellen zu kürzen, rigoros durch. Anfang März hat der Konzern bekannt gegeben, dass im deutschen Brief- und Paketmarkt mehrere tausend Jobs wegfallen werden. Ursprünglich sollte dies bis Ende des Jahres vollzogen werden, nun hieß es vom Unternehmen selbst, dass der Jobabbau bereits abgeschlossen wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Personalkürzungen in Zukunft nicht für noch mehr Verzögerungen und Probleme bei der Zustellung sorgen.

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 21.07.2025
img Letzte Aktualisierung: 21.07.2025
Lesezeit: ca. 2 Min.
Artikel weiterempfehlen
Redaktion

Redaktion

KOMMENTARE
1 Kommentare
Kommentar schreiben

J. M.
22.07.2025

Antworten

Knapp 23000 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur, wird als winzige Menge dargestellt ? Hört sich ja auch erstmal nicht so viel an, bei der Menge an Sendungen die verschickt werden. Was bringen die Beschwerden ? Nichts. Die Dunkelziffer wäre mal interessant, die dürfte wohl um ein vielfaches höher sein, wie knapp 23000.