Nach Aussetzer: DHL sendet bald wieder in die USA

Veröffentlicht: 10.09.2025
imgAktualisierung: 10.09.2025
Geschrieben von: Ricarda Eichler
Lesezeit: ca. 2 Min.
10.09.2025
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Ein Smartphone in einer Hand. Darauf sieht man das DHL Logo. Im Hintergrund ein Laptop mit dem DHL-Logo.
FellowNeko / Depositphotos.com
Mit einer neuen Lösung zeigt sich die DHL zuversichtlich, den geänderten Zollanforderungen der USA nachkommen zu können.


Geänderte Einfuhrzollbestimmungen der USA führten kürzlich zu einem massiven Einbruch an Sendungen ins Land. Auch der deutsche Logistiker DHL hatte seine Warensendungen vor mehr als zwei Wochen ausgesetzt. Jetzt bestätigte der Konzern gegenüber dem Handelsblatt erste Tests, die auf eine baldige Wiederaufnahme abzielen würden.

Umfangreiche Systemanpassungen notwendig

Nachdem US-Präsident Donald Trump Ende August die Zollfreigrenze von 800 US-Dollar, die sogenannte De-minimis-Regel, endgültig begraben hatte, wurden Einfuhrzölle auch auf Sendungen mit geringerem Warenwert fällig. Die Berechnung und korrekte Deklarierung dieser Zölle wollten die US-Behörden dabei an die internationalen Versandunternehmen übertragen. Die konkreten Anforderungen hieran waren jedoch teils ungenau formuliert, was viele Logistiker vor Hürden stellte. In Reaktion stoppten viele kurzerhand den Versand in die USA.

Nach etwas mehr als zweiwöchiger Pause gibt es jetzt Licht am Ende des Tunnels. Denn wie ein Sprecher von DHL gegenüber dem Handelsblatt bestätigte, würden die „notwendigen Prozess- und Produktanpassungen (...) bisher vielversprechend“ verlaufen. Man rechne damit, „den Warenversand für Geschäftskunden zeitnah wieder anbieten“ zu können.

Internationaler Versand in die USA war massiv eingebrochen

Die Unsicherheiten rund um die korrekte Zollkalkulation und deren Prozesse hatte inklusive der DHL weltweit 88 Postdienstleister zum Aussetzen sämtlicher Sendungen in die USA bewegt. Wie der Weltpostverein kommentierte, sei das Gesamtaufkommen an Sendungen am Tag des Inkrafttretens der Regelung um satte 81 Prozent abgesackt.

Der Verein, seines Zeichens eine Unterorganisation der UNO, hatte im Interesse des internationalen Warenverkehrs auch eine eigene Lösung angeboten. Mittels einer API sollten Logistikunternehmen auf einen Zollrechner zugreifen können. Die Funktion sollte weiterhin direkt über die Zollanmeldungsplattform bereitgestellt werden.

Veröffentlicht: 10.09.2025
img Letzte Aktualisierung: 10.09.2025
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Ricarda Eichler

Ricarda Eichler

Ricarda berichtet über digitale Themen und spricht in Interviews und Podcasts mit spannenden Stimmen aus der Branche.

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