Lange Lieferzeiten: Händler verzweifeln am DHL Kleinpaket

Veröffentlicht: 03.04.2025
imgAktualisierung: 03.04.2025
Geschrieben von: Redaktion
Lesezeit: ca. 5 Min.
03.04.2025
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Händler packt Paket zusammen
makidotvn / Depositphotos.com
Viele Verkäufer haben aktuell Probleme mit dem DHL Kleinpaket. Das treibt die Reklamationsquote in die Höhe.


Seit Jahresbeginn hat das DHL Kleinpaket die Warenpost für Geschäftskunden abgelöst. Trotz einiger Vorteile – wie die Anhebung der Maximalhöhe von 5 auf 8 cm – scheinen viele Händler aktuell massive Probleme mit dem Kleinpaket zu haben. Konkret betrifft das die Lieferzeiten. Ein Blick in das Sellerforum zeigt, dass Geschäftskunden teilweise mehrere Wochen warten müssen, bis eine Zustellung der Sendung erfolgt. Ein Umstand, der viele Händler vor allem vor finanzielle Herausforderungen stellt.

Versprochene Lieferzeiten vs. aktuelle Laufzeiten

Laut der DHL erreicht das Kleinpaket den Empfänger „in der Regel zwei Werktage nach der Einlieferung (montags bis samstags)”. Oft sieht das in der Realität allerdings ganz anders aus, wie zahlreiche Kommentare und Erfahrungsberichte unter anderem im Sellerforum zeigen:

„Schade, es hat wirklich gut angefangen mit dem Kleinpaket, anfangs war E+1 Standard... die Zeiten sind wohl vorbei.“

„Erst die letzten ca. 2 Wochen hakt das ganze bei mir merklich, was sich in erster Linie durch fast permanent (anstatt nur sehr fallweise) verspätete Erstscans äußert (und Bearbeitung meist im Paketstrom, statt bislang fast immer Briefstrom).“

„Was mir aufgefallen ist, wir versenden ca. 500 Kleinpakete am Tag mit Selbsteinlieferung ca. 12 Uhr direkt in das nahe Briefzentrum, das die Sendungen plötzlich lange unterwegs sind. Bis etwa Februar war ca. mindestens 70% bereits am nächsten Tag in Zustellung. Nun hat es sich gedreht, ca. 30% am nächsten Tag in Zustellung, der Rest mindestens 4 Werktage unterwegs. Teilweise mehrfache Bearbeitung im Eingangsbriefzentrum.“

„Während es zu Beginn des Jahres noch mit einer relativ schnellen Lieferung funktionierte, scheint es aktuell immer mehr zu Verzögerungen zu kommen.“

„Kleinpakete sind derzeit leider teilweise eine Woche unterwegs. Kann ich bestätigen...
Parallel laufende Großbriefe sind nächsten Tag da.“

„Unsere Kleinpakete sind mittlerweile beinahe eine Woche unterwegs. So auf Dauer nicht zu gebrauchen…“

„Die Lieferzeit ist auch richtig Müll geworden. Sendungen vom Montag vor Frist wurden am Donnerstagmittag erstmals gescannt. Die Kratzen bei mir die 5 Tage Regellaufzeit an.“

„Eine "schnelle" Bearbeitung (taggleiche Bearbeitung und Zustellung in ca 2-3 Tagen) ist eine Ausnahme.“

„Also momentan sind die Kleinpaket Laufzeiten nicht mehr erträglich. Die frühere Warenpost war wirklich ein tolles Produkt, günstig und mit 1-3 Tagen Laufzeit.“

„Laufzeit: 11 Tage“

Miese Kundenstimmung belasten Händler

Die langen Lieferzeiten wirken sich auch unmittelbar auf die Stimmung bei den Kunden aus. Dass diese nach einigen Tagen genervt bei den Händlern nachfragen, wo denn ihre Sendungen bleiben, ist da oft noch das kleinste Problem. Einige Verkäufer haben durch die langen Zustellzeiten zahlreiche Reklamationen, was sich natürlich negativ auf den Umsatz auswirkt.

„Was stimmt mit dem Laden nicht derzeit? Unsere Quoten auf den Marktplätzen sind verhagelt! Kundenanfragen "wo bleibt die Sendung" fangen heute auch schon an. Da wir nichts nachweisen können ohne Einlieferungsscan, denken die Kunden, wir wollen sie veräppeln.“

„Ich habe übrigens mittlerweile mehrere seit eine Woche nicht bearbeitete Sendungen. Eingeliefert vor einer Woche, kein Scan! Es wird immer unfassbarer, wir werden jetzt definitiv umschwenken und weg von DHL gehen bis es sich geregelt hat. Das was da gerade los ist verhagelt jede Statistik und ist schon geschäftsschädigend.“

Teilweise berichten Händler auch davon, dass sie durch die verzögerten Lieferzeiten den Servicestatus bei Ebay nicht mehr erfüllen und ihnen das Ebay Top-Service-Logo für einen Monat gestrichen wurde.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Zwischen den vielen negativen Kommentaren finden sich aber auch immer wieder positive Wortmeldungen, die betonen, dass das Kleinpaket bei ihnen innerhalb von wenigen Tagen beim Empfänger ankommt. Scheinbar sind es vor allem die regionalen Unterschiede in den Briefzentren in der Absenderregion, die den Ausschlag geben über kurze oder lange Lieferzeiten.

„Zustellung beide am Freitag, 2 Tage ist ok, hatte in den letzten Monaten eigentlich gar keine Probleme, läuft alles wie geschmiert bei denen.“

„Bei mir ist von dieser Woche bis auf eines (fehlgeleitet) innerhalb von 1-2 Tage zugestellt.“

„Schon krass wie regional unterschiedlich das läuft. Bei den einen läuft alles wie immer und 1-2 Tage bis zur Zustellung, bei mir dauert es mittlerweile auch eine halbe Woche.“

„Puh, da bin ich ja froh das dieser Kelch wohl aktuell an mir vorbei geht. Alles vom Mittwoch ist zugestellt oder heute in Zustellung, viele von gestern sind auch schon in Zustellung. Alle Sendungen, die ich gestern in den Briefkasten geworfen habe, sind heute in Zustellung.“

Zusätzlich scheint es Unterschiede zu geben, ob eine Sendung im Brief- oder Paketzentrum bearbeitet wird:

„Klingt für mich alles so als ob DHL das Kleinpaket eingeführt hat ohne sich zu überlegen wie der Kunde (also wir!) Pakete >=5cm praktikabel einliefern können. Hatte schon den Fall, dass ich Kleinpaket Sendungen in den Briefkasten mit gleichen Format & gleichzeitiger Einwurf eingeliefert habe: Einige wurden im Briefzentrum, andere im Paketzentrum sortiert. Da blickt doch keiner mehr durch.“

„Nur bei mir mit dem Unterschied dass ich im BZ überhaupt keinen Eingangsscan bekomme, sondern erst ca. 1-2 (manchmal auch 3) Tage später im PZ.“

„Ich habe gerade mal geschaut was die Kleinpakete von gestern machen, und die sind tatsächlich alle heute bereits in Zustellung. Da habe ich gestern mal im Nachbarort etwa 3 km entfernt in einen anderen Briefkasten die Sendungen geworfen, und schon funktioniert es. Dabei sollte es das gleiche Briefzentrum sein. Und meine Sendungen von Freitag sind tatsächlich immer noch nicht in Zustellung sondern lediglich in der Region angekommen. Sehr kurios was die Post da macht. Ich meine dass manche Briefzentren vielleicht schlecht und langsam arbeiten, aber das sollte das gleiche Briefzentrum sein und trotzdem läuft es so extrem anders mit dem anderen Briefkasten.“

„Ja, das scheint von Region zu Region sich stark zu unterscheiden. Sind die Pakete einmal gescannt, geht es oft "normal" in 1-3 Tagen ans Ziel. Bis die aber gescannt sind, ist das Problem und da ist es in manchen Regionen unterirdisch.“

„Ich habe jetzt Kleinpakete, die eine Laufzeit von einem Tag haben und andere, die zwei Wochen brauchen :(“

Folgender Kommentar eines verärgerten Händlers fasst die aktuelle Situation sicherlich für viele Geschäftskunden zusammen:

„Leute, dieses Rätselraten ist doch nicht unsere Aufgabe hier als zahlende Kunden.
Das hat einfach zu funktionieren und es ist nicht unsere Aufgabe hier zu spekulieren, ob 3cm oder 5cm nun schneller oder nicht läuft.
Das Ganze ist völlig unberechenbar derzeit. Bei uns sind Sendungen schon 2 Wochen unterwegs. Es hagelt im Sturm an Reklamationen rein und wir haben unzählige Retouren Anfragen, da die Sachen nicht pünktlich ankamen. Unfassbar was für ein Verlust das für uns bedeutet.“

Artikelbild: http://www.depositphotos.com

Veröffentlicht: 03.04.2025
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Lesezeit: ca. 5 Min.
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Redaktion

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KOMMENTARE
15 Kommentare
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Martina S.
18.02.2026

Antworten

Für mich als privater Empfänger ist das DHL-Kleinpaket ein einziges Ärgernis. Leider wird im Shop oder auch bei ebay etc. nur die Versandart DHL-Paket angegeben, zumindest sieht man das als Käufer nur als DHL-Paket, kein Hinweis auf dieses doofe Kleinpaket. Doof und ein besonderes Ärgernis ist es vor allem, weil meine dauerhafte Paketumleitung an die bei mir nebenan liegende Postfiliale nicht akzeptiert wird und auch eine einmalige Umleitung in eine Filiale nicht möglich ist. Auch am Versandkostenpreis ist es oft nicht erkennbar, da Verkäufer teilweise die Kosten für ein ganz normales DHL-Paket berechnen. Ich würde immer lieber den Preis für den Versand als reguläres DHL-Paket bezahlen, anstatt weniger für ein Kleinpaket. Und wie gesagt, meist sieht man als Käufer erst in der Sendungsverfolgung, also wenn das Paket schon unterwegs ist, dass es sich um ein besch.... Kleinpaket handelt. Dazu kommt, dass bei Nichtanwesenheit auch ein hinterlegter Ablageort oder Nachbar in 99 % der Fälle nicht berückichtigt wird. Die Zustellung erfolgt bei mir dann an eine 20 Minuten Fußweg entfernte Postfiliale ( obwohl ich eine DHL-Postfiliale genau auf der anderen Straßenseite habe). Super ärgerlich, wenn man wegen einer kleinen Sache, einem kleinen Kleinpaket so viel Zeit vergeuden muss. Auch wenn man, schon in der Bestellung, die gewünschte Postfiliale direkt, inklusive Postnummer, korrekt als Lieferanschrift angibt, kommt von DHL die Meldung, dass eine Zustellung an die gewünschte Adresse nicht möglich ist und das Kleinpaket geht wieder an die 20 Minuten entfernte Postfiliale. Also für mich als Endverbraucher / Empfänger ist dieses Kleinpaket ein echtes Ausschlusskriterium. Dort wo ich erkennen kann, dass der Versand nur per DHL-Kleinpaket möglich ist, nehme ich möglichst von einer Bestellung Abstand. Für mich ein echtes K.O. Produkt. Hermes z.B. klappt hier super. Ein S-Päckchen ist bis 50 € versichert, nicht so viel teurer und wird hier super schnell zugestellt, egal ob an die Hausadresse oder, wie bei mir, per dauerhafter Umleitung an den Hermes-Paketshop. Als Händler/Verkäufer würde ich immer eine Alternative zum Kleinpaket anbieten.
Thomas
04.06.2025

Antworten

Die DHL Kleinpaket lief super - aber seit einem Monat ist der Wurm drin! Unsere Sendungen wurden immer noch nicht nach teilweiße 2 - 4 Wochen zugestellt! Die Kunden reagieren trotz Gutschriften, extrem negativ. Es hagelt eine negative Bewertung nach der anderen! Wenn das so weiter geht, war es das!
Marco
05.04.2025

Antworten

Seit der Umstellung und versprochener Verbesserungen zum 01.01.25 läuft es definitiv schlechter mit dem DHL Kleinpaket. Preise werden regelmäßig erhöht, jedoch werden Services wie Zustellzeiten regelmäßig schlechter. Für immer mehr Kohle weniger leisten, das ist anscheinend die neue Devise in 08/15 Abzock Neudeutschland... Deutsche Gründlichkeit gehört leider schon lange der Vergangenheit an und wurde durch Schildbürgertum ersetzt. Macht leider keinen Spaß mehr.
André
04.04.2025

Antworten

Nicht nur das die Laufzeiten seit Weihnachten schon teils über eine Woche und sogar mehr betragen und wir dadurch unseren Status bei Ebay verloren haben und überall eine schlechte Performance haben, es wird auch oft einfach ohne es jemals einzuscannen ( wenn überhaupt noch eingescannt wird, dann höchstens bei Kundenauslieferung und selbst dann häufig nicht) ausgeliefert und es gibt dann richtig Probleme. Das ist aber lange nicht alles, es ist teurer als die Warenpost vorher und es wird nicht mal mehr vom Zusteller abgeholt, man muss sehen wie man die Kleinpakete selbst wegbekommt, DHL wird leider immer schlechter, jedoch welche Alternative haben wir als aufzuhören, umsteigen bringt nicht, alle Anderen sind ja noch schlechter als DHL.
ARTEMISIUM
04.04.2025

Antworten

Unsere Bestellungen versenden wir zu 99,9 % als Kleinpaket, da Maße und Gewicht passen. Nur wenige Bestellungen müssen als reguläres Paket verschickt werden. Seit der Einführung des Kleinpakets haben wir darauf umgestellt und dadurch 40 % der Versandkosten eingespart. Die Sendungen wurden gegen 16 Uhr abgeholt, 99 % erreichten die Kunden am nächsten Tag, nur 1 % am zweiten. Verzögerungen gab es nur einmal, als ein Kleinpaket nach Bremen fehlgeleitet wurde und erst nach zwei Wochen ankam. Vor zwei Wochen begannen die ersten Probleme: Unsere Kleinpakete blieben ohne ersichtlichen Grund liegen, während normale Pakete abgeholt wurden. Erst auf Nachfrage bei DHL erfuhren wir, dass Kleinpakete nicht als reguläre Pakete gelten und in einer Filiale eingeliefert werden müssen. Zum Glück arbeitet eine andere Firma in unserem Gebäude mit einem externen DHL-Dienstleister zusammen, der auch unsere Sendungen mitnimmt. Ohne diese Lösung hätten wir mehrfach zur Post fahren oder einen Transporter anschaffen müssen – ein erheblicher Aufwand, zwingend sogar mit zusätzlichem Personal, das wir hätten einstellen müssen, denn dort gibt es lange Warteschlangen, schlechte Parkmöglichkeiten und ungeschultes Personal. Zudem ist der Eingang zu schmal für Rollcontainer, sodass die Sendung stapelweise hätte getragen werden müssen – ein enormer Zeitaufwand. Bis letzte Woche war die Laufzeit noch kein Problem. Erst mit unseren Sendungen, die am vergangenen Montag eingeliefert wurden, fingen die Verzögerungen an, da diese allesamt bis heute noch im Status "Vorbereitung für Weitertransport" befinden und noch immer im Paketzentrum in Eutingen liegen. Gerade von den Stammkunden kamen inzwischen verständlicherweise bereits zahlreiche Mails, da sie es bisher gewohnt waren, dass sie ihre Bestellungen für gewöhnlich bereits einen Tag nach ihrer Bestellaufgabe erhalten haben. Eigenartig ist aber, dass alles, was von Dienstag bis Donnerstag eingeliefert wurde, wieder am jeweils nächsten Tag bei den Kunden eingetroffen ist. Nun frage ich mich natürlich, wie es sein kann, dass Sendungen, die später eingeliefert wurden, bearbeitet und sogar vollständig zugestellt wurden, während andere Sendungen währenddessen liegen geblieben sind.
Alex.M
04.04.2025

Antworten

Nicht nur die Laufzeiten sind grottig, auch Luftpolsterumschläge werden seit diesem Jahr nicht mehr vernünftig transportiert. Wir hatten sein Januar schon zig Reklamationen wegen aufgeschlitzten Lupos. Die gleichen, die seit Anbeginn der Warenpost ohne ein einziges Problem funktioniert haben. DHL fühlt sich aber natürlich wortreich unschuldig. Wir machen Schluss damit, da es für uns durch die Zeitaufwände und die Nachsendungen schlicht wirtschaftlicher Unfug ist, mit DHL Kleinpaket zu verschicken.
K.I
04.04.2025

Antworten

Meinung: Vergessen das DHL dabei ist 8000 Stellen ab zu bauen nach der "Tarifeinigung"? Was glaubt ihr denn was zu Ostern und Weihnachten passieren wird? DHL hat Aktionäre die Geld sehen wollen. Der Service und die Leistungen sinken seit Jahren stetig - dafür steigen aber die Preise. Und damit verdienen die Vorstände auch noch so richtig! :-(
C.Q.
04.04.2025

Antworten

Leider hab ich auch feststellen müssen, dass Kleinpakete bis zu 10 Tagen brauchen. Das ist für mich nicht mehr tragbar, weil ich auch sehr viel lebende Pflanzen versenden muss. Ich werde deshalb auf andere Paketdienstleister umsteigen müssen, auch auf die Gefahr hin, dass es dort auch nicht klappt. Aber DHL ist untragbar geworden, das Kürzel DHL ist offensichlich für "dauert halt länger" bekannt.
Hubert Bauer
04.04.2025

Antworten

Wir versenden einen heterogenen Mix von Paketen und Kleinpaketen, mit dem Schwerpunkt auf Paketen. Die Laufzeiten variieren extrem, ich kann jedes hier geschilderte Vorkommnis gut nachvollziehen. Wir haben uns für die DHL als Paketdienstleister entschieden, weil wir nur so die Zustellung an alle Empfänger sicherstellen können. Besonders ärgerlich für uns sind die Änderungen im Zuschnitt der Dienstleistung. Für mich war die Warenpost/Kleinpaket eine gute Ergänzung zum „normalen“ Paketversand, mit dem wir unkompliziert und im gleichen Erfassungssystem Warensendungen, die kein Paket sind, abwickeln konnten. Das Produkt ist aber nur interessant, wenn die Abwicklung bruchfrei im Ablauf wie die Paketsendungen läuft. Das wird durch die neue – unnötig komplizierte und kundenunfreundliche – Regelung zur Einlieferung der Kleinpakete abgeschnitten. Wir haben keine sinnvolle Möglichkeit, Kleinpakete in einer Filiale einzuliefern. In jedem Falle müssten wir dazu durch die Gegend fahren (belasten also die Umwelt – da braucht mir die DHL keine CO2-Reports mehr zu schicken, wenn für eine Kleinpaketsendung eine Person in einem Kraftfahrzeug 20 min durch Benzin verbrennen soll, von Arbeitszeitaufwand und blöden Wartereien in den Filialen fange ich gar nicht erst an!). Gefahrgutsendungen, die ja als Feature des Kleinpakets aufgeführt werden, können wir nicht mehr verschicken, da die Filialen diese mangels ADR-Fortbildung der Mitarbeiter nicht verarbeiten dürften. Die Zustellung bei uns erfolgt in Gemeinschaftszustellung von Post und DHL, diese Zusteller holen auch die Brief- und Paketsendungen der Filialen ab. Es ist daher für mich geradezu hirnsprengend, wenn damit argumentiert wird, dass die Kleinpakete ja Postsendungen sind und in einen getrennten Ablauf kommen. (Ich ignoriere jetzt einfach, dass es Regionen geben mag, in denen die Produktströme getrennt sind, da das für uns nicht relevant ist.)
Robert
07.04.2025
Das DHL-Produkt „Kleinpaket“ kann ab etwa 6.000 Sendungen pro Jahr auch im Rahmen einer regelmäßigen Abholung durch einen gesonderten DHL-Zusteller genutzt werden. Für viele Onlinehändler ist dieses Volumen realistisch – und es spart den täglichen Gang zur Filiale oder zum Briefkasten. Die Sendungen werden direkt ins zuständige Depot weitergeleitet und erreichen den Kunden in der Regel ebenso schnell wie ein Standardpaket. Wichtig: Hier ist nicht von Bedarfsabholungen die Rede, die jedes Mal separat beauftragt werden müssen, sondern von fest terminierten, täglichen Abholzeiten. Geschäftskunden profitieren hierbei zusätzlich von einer bevorzugten Bearbeitung durch DHL. Viele kleinere Unternehmen geben ihre Sendungen entweder dem regulären Zusteller mit oder buchen manuell einzelne Abholungen. Deutlich effizienter ist jedoch eine feste, tägliche Abholung – hier gibt es spürbare Unterschiede im Ablauf und der Zuverlässigkeit. Dieser Service muss separat bei DHL beantragt werden, bringt aber in der Regel auch bessere Konditionen mit sich. Einziger Haken: Das angegebene Sendungsvolumen muss dauerhaft erfüllt werden. Ich spreche aus eigener Erfahrung.
Frank
08.04.2025
Na Moment, was der Kollege Robert hier schreibt ist zwar richtig, allerdings lässt sich DHL nun die Abholung fürstlich bezahlen. Das Kleinpaket wird dann im Preis teurer als ohne Abholung. Der Aufschlag pro Kleinpaket ist mittlerweile unrentabel, so dass sich das selbst einliefern doch wieder lohnt.
Michi67
04.04.2025

Antworten

Das ist mit DHL- Paketversand nicht viel besser... Wir haben aktuell einen Heidenärger mit Kunden die dringende Ersatzteile bestellt haben. Eine komplette Wochenendbestellung die Montag von DHL abgeholt wurde, ist einfach verschwunden, eine Katastrophe! Zur Zeit scheint in diesem Land überhaupt nichts mehr rund zu laufen außer Rüstung und Kriegsvorbereitungen ....
cf
04.04.2025

Antworten

Ich würde es an DHL-stelle auch so machen. Wenn die Händler erstmal so richtig Kunden und Image durch diese Verzögerungen erlitten haben, dann steigen sie "freiwillig" wieder auf den Paketversand um und DHL kann sich weiter eine goldene Nase verdienen. In 1-2 Jahren heißt es dann, dass das Produkt "Kleinpaket" offenbar nicht von Interesse am Markt ist und sie können es komplett einstellen.
Mathias Wegener
03.04.2025

Antworten

Ich kann es hier nur aus Kundensicht sagen und natürlich auch nicht über sehr große Mengen. Aber für mich als Empfänger von dieser Art von Sendungen hat sich bisher nichts geändert. Auch die Laufzeiten sind mir in keiner Weise negativ aufgefallen. Aber wie gesagt, meine Stichprobe ist klein und ich bin Empfänger und nicht Versender.
Robert
03.04.2025

Antworten

Wir versenden sowohl Pakete als auch Kleinpakete, wobei Kleinpakete in der Regel etwa einen Tag länger benötigen. Die durchschnittliche Lieferzeit beträgt 1–2 Tage für Pakete und 2–3 Tage für Kleinpakete. Viele unterscheiden diese Versandarten vermutlich nicht genau. Pakete können flexibel versendet werden – sie lassen sich dem Paketboten mitgeben, in eine Packstation einlegen oder in einer Filiale abgeben. Kleinpakete hingegen können nur in den Briefkasten eingeworfen oder in einer Filiale abgegeben werden. Bei größeren Mengen ist eine spezielle Abholung möglich. Falls Kleinpakete versehentlich im falschen Paketzentrum landen, kann es zu erheblichen Verzögerungen kommen. Ich vermute, dass genau das oft der Grund für längere Lieferzeiten ist. Bei uns treten jedoch keinerlei Probleme auf.