Der Versand an Packstationen wird immer beliebter. An den flexiblen Paketautomaten lassen sich Bestellungen nach Belieben empfangen, statt den ganzen Tag wie auf glühenden Kohlen am Fenster zu warten.
Damit neben DHL mit seinem starken Netz aus Packstationen auch andere Paketdienste Empfänger:innen diese Vorzüge bieten können, stellt der Dienst Myflexbox anbieterunabhängige Stationen bereit. Diese holt sich Kaufland jetzt vor die Filialen. Zunächst gibt es sie an 40 Märkten, die Kooperation soll bis Ende 2026 auf bis zu 300 Standorte ausgeweitet werden, wie das Unternehmen schreibt.
So funktionieren die flexiblen Packstationen
Die anbieteroffenen Stationen werden über einen Touchscreen bedient und können von Verbraucher:innen beispielsweise direkt bei der Bestellung als Zieladresse angegeben werden. Myflexbox kooperiert mit den KEP-Diensten DHL Express, DPD, UPS, GLS, FedEx sowie der österreichische Post. Bei Eingang der Ware werden die Kund:innen per E-Mail oder SMS benachrichtigt und erhalten einen Code, der zu Abholung ermächtigt. Eine zusätzliche App ist nicht notwendig.
Für Online-Shops bedeutet dies keinen Mehraufwand. Bestehen mit den genannten Lieferdiensten Verträge, werden die Bestellungen durch sie wie gewohnt abgewickelt. Die API-Anbindung des jeweiligen Logistikers ermöglicht zudem die korrekte Addresseingabe für die Packstation.
Retourenannahme – auch per Packstation
Auch eine Retoure und ein Neuversand soll sich über die Paketboxen realisieren lassen. Hierzu erwerben Verbraucher:innen wie gewohnt ein Versandlabel beim Paketdienst ihrer Wahl. Diese lassen sich zudem über einen QR-Code an der Station ausdrucken. Nach Einlegen der Sendung wird diese im System erfasst und der entsprechende Versanddienst darüber benachrichtigt.
Wichtige Dienstleistungen an einem Ort bündeln
Mit der Kooperation möchte Kaufland seinen Status im Alltag vieler Menschen festigen. Innerhalb der Märkte findet man Produkte für nahezu alle Aspekte des Alltags. Zudem sind bei den meisten Filialen zusätzliche Geschäfte, wie Modehäuser oder Apotheken angeschlossen. Mit den Packstationen soll das Angebot ausgeweitet werden.
Dadurch sparen die Kund:innen nicht nur Zeit, sondern tun letztlich auch etwas für die Umwelt, da weniger separate Punkte anzufahren seien. Wie Myflexbox-Gründer und -CEO Jonathan Grothaus betont: „Flexible Paketgeschäfte während des Einkaufs, das ist Kundennutzen pur, bei gleichzeitiger Entlastung der Städte vom Lieferverkehr.“ Bereits zuvor hatte Kaufland DHL-Packstationen oder teilweise Post-Filialen an einzelne Standorte angeschlossen. Auch mit Abholstationen für aus dem Markt bestellte Lebensmittel wurde zeitweise experimentiert.
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